Kornwestheim Breitere Fahrbahn: Anwohner üben Kritik

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Bauarbeiten in der Bergstraße: Die Veränderungen kommen nicht durchweg gut an. Foto: Werner Waldner

Kornwestheim - Ursprünglich war’s der Stadtverwaltung keine Information der Kommunalpolitiker wert: Die Fahrbahn wird ein wenig breiter, der Gehweg schmaler. Was soll’s? Aber dann wurde Kritik aus der Nachbarschaft an den Bauarbeiten laut, und Baubürgermeister Daniel Güthler fühlte sich bemüßigt, die Stadträte flugs im dafür eigentlich gar nicht zuständigen Verwaltungs- und Finanzausschuss über die Veränderungen in der Bergstraße in Kenntnis zu setzen. Die Nachbarn haben die Sorge, dass die kleine Wohnstraße zwischen Mühlhäuser und Aldinger Straße nach Abschluss der Sanierung zu einer viel befahrenen Straße wird – für Lkw, die im Zusammenhang mit dem Neubau der Gumpenbachbrücke (B 27) unterwegs sind, aber auch für die Menschen, die, so denn die Pläne umgesetzt werden, in die Neubauten auf dem Rothacker-/Sprecher-Areal ziehen.

In der Tat: Die Straße wird breiter. Das bestätigte Dirk Maisenhölder, Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Grünflächen, in der jüngsten VFA-Sitzung. Allerdings handele es sich nur um „marginale Änderungen“, betonte Maisenhölder. „Der Charakter der Straße bleibt erhalten“, sagte er.

Leitungsarbeiten der Stadtwerke Ludwigsburg/Kornwestheim nutzt die Stadtverwaltung, um die Straße neu zu gestalten. Vom östlichen Gehweg werden rund 50 Zentimeter der Fahrbahn zugeschlagen. Warum? Weil die 5,50 Meter breite Straße, in der auf der einen Seite geparkt werden darf, zu schmal nicht nur für den Begegnungsverkehr von zwei Autos ist, sondern auch für den Fall, dass dem Auto- ein Radfahrer entgegenkommt. Und damit wenigstens diese beiden problemlos aneinander vorbeikommen, lässt die Stadt die Fahrbahn verbreitern. Für den Fußweg auf der Ostseite der Bergstraße verbleiben laut Berechnung noch rund 1,40 Meter. Diese Rechnung geht nach Ansicht der Anwohner aber nicht auf. Sie haben auf der Baustelle nachgemessen und kommen auf niedrigere Werte. Einen breiteren Fußweg gibt’s auf der Westseite der Bergstraße. Dort stehen den Passanten rund 2,30 Meter zur Verfügung. Das reiche auch für den Fall, dass sich zwei Kinderwagen begegnen, so Maisenhölder.

Die Stadträte nahmen die Pläne für die Neugestaltung der Bergstraße ohne Diskussion zur Kenntnis. Sie regten lediglich an, auf der Westseite an den Zufahrten zu den Grundstücken die Bordsteine so abzuflachen, dass die Menschen, die mit Rollator oder Rollstuhl unterwegs sind, gut die Straßenseite wechseln können. Das, so Dirk Maisenhölder, sei aber ohnehin vorgesehen.

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