Kornwestheim Coronavirus: 18 Fälle in Kornwestheim

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Auch in Kornwestheim wurden mehrere Menschen positiv getestet. Foto: dpa

Kornwestheim - Ein Mitarbeiter des Fachbereichs Recht, Sicherheit und Ordnung der Stadt Kornwestheim hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte die Stadtverwaltung auf Nachfrage unserer Zeitung. In Absprache mit dem Gesundheitsamt seien die direkten Kolleginnen und Kollegen – also die Mitglieder des entsprechenden Teams – gebeten worden, sich in eine freiwillige Quarantäne zu begeben, sagte Caroline Schaal, die Pressesprecherin der Stadtverwaltung. „Sie arbeiten aktuell im Homeoffice“. Schaal betonte, sowohl das betroffene Team arbeitsfähig und der gesamte Fachbereich Recht, Sicherheit und Ordnung nicht geschlossen sei. Die Aufgaben würden weiterhin wahrgenommen.

In sämtlichen Teams des Fachbereichs werde versucht, über einen Schichtbetrieb und Homeoffice für Notfälle gerüstet zu sein und auch dafür, die gesetzliche Aufgabenerfüllung gewährleisten zu können. Zum Fachbereich Recht, Sicherheit und Ordnung gehören unter anderem das Standesamt, das Bürgerbüro sowie die Ausländer- und Polizeibehörde.

Übrigens: Stand Mittwochnachmittag gab es in Kornwestheim 18 gemeldete Corona-Fälle, wie Schaal mitteilt. Und auch über ihren aktuellen Corona-Fall hinaus muss die Stadt sich – so wie aktuell jedes Unternehmen und jede Verwaltung – fortwährend damit auseinandersetzen, wie sie ihr Personal einsetzt und organisiert, um den Betrieb einerseits am Laufen zu halten und andererseits die Beschäftigten zu schützen.

In der Stadtverwaltung gibt es daher zurzeit generell Maßnahmen wie Schichtbetrieb und Homeoffice. Was sich in der Behörde aber noch nicht stellt, ist die Frage nach Kurzarbeit – wie sie viele Betriebe derzeit beantragen, um mit Unterstützung des Staates Kosten zu senken. „Aktuell sind uns bei diesem Thema bei den städtischen Mitarbeitern die Hände gebunden“, sagte Schaal. Es fehle hierzu eine tarifvertragliche Grundlage.

Indes: Die Situation in Sachen Kurzarbeit für die Städte und Gemeinden könnte sich in der Zukunft ändern. Die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat angekündigt, mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in entsprechende Verhandlungen einzutreten. „Wir müssen jetzt die Voraussetzungen schaffen, um die Arbeitsplätze bei den kommunalen Betrieben und Einrichtungen so weit wie möglich zu erhalten“, so VKA-Hauptgeschäftsführer Niklas Benrath. Klar ist, dass in vielen städtischen Einrichtungen derzeit sehr viel weniger Arbeit anfällt. Kinderbetreuungseinrichtungen beispielsweise sind derzeit, von Notgruppen abgesehen, geschlossen.

Da das natürlich nicht nur städtische Mitarbeiter als Angestellte betrifft, sondern auch in ihrer Rolle als Eltern, hat die Stadt nun übrigens eine weitere Entscheidung getroffen: Um die Auswirkungen der Schließung der Kindergärten und Schulen aufgrund der Corona-Pandemie abzumildern, werde man für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Entgelts von bis zu zehn Arbeitstagen in bestimmten Fällen genehmigen. Die Entscheidung basiert auf Hinweisen aus Bund und Ländern und zielt auf Eltern ab, die Kinder unter zwölf Jahren haben. Oberbürgermeisterin Ursula Keck: „Damit können sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Betreuung der Kinder konzentrieren.“

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