Kornwestheim Digitale Armbänder und mehr Räume

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Der Studiobereich wurde vergrößert. Foto: Peter Meuer

Kornwestheim - Schilder weisen den Weg ums Eck: Wer ins Funsportzentrum des SV Kornwestheim möchte, der muss mittlerweile ein paar Dutzend Schritte mehr machen. Thomas Eeg sieht das im übertragenen wie realen Sinne sportlich. „Wer eine Stunde auf den Crosstrainer will, dem machen ein paar Meter mehr nichts aus“, sagt der SVK-Geschäftsführer schmunzelnd, während er durch die fast fertig umgebauten Räume und Gänge eilt. Ein paar Kabel hängen noch aus dem silberfarbenen Einlassautomaten, die ein Elektriker gerade sortiert. Eine Hebebühne steht im großen Hauptstudio. Vor den Umkleiden im Untergeschoss fehlt noch Putz an der Decke, Handwerker eilen umher. Im Obergeschoss muss noch ein Fußboden neu verlegt werde, ein Prallschutzboden. Und doch: Die Großteil ist geschafft, Umbau und Erweiterung des Funsportzentrums sind fast pünktlich abgeschlossen. „Wir sind in einigen Bereichen einige Tage hinterher“, so Eeg. „Aber im Großen und Ganzen sind wir fertig.“

Rund 2,5 Millionen Euro investiert der 7000 Mitglieder starke Sportverein in sein Funsportzentrum. Vor etwa einem Jahr machte die Stadt den Weg frei für das Projekt, indem der Gemeinderat beschloss, eine Bürgschaft von einer Million Euro zu übernehmen. Danach konnte der SVK – zuvor war es schwierig – mit einer Bank handelseinig werden, die einen Kredit gab.

Apropos Geld: Etwas mehr als geplant hat der Umbau bislang gekostet. Rund 50 000 Euro an zusätzlichen Kosten sind entstanden, weil man hier und da doch noch etwas mehr oder anders machen musste, weil doch manche Lüftungsleitung mehr als gedacht saniert, die ein oder andere zusätzliche Tür ausgetauscht, der Windfang anders gestaltet werden musste. Es sind Sanierungen und Änderungen, von denen erst während des laufenden Umbaus klar wurde, dass sie gleich erledigt werden sollten. „Wir werden noch etwas umschichten müssen“, sagt Eeg.

Aber dennoch: Der Geschäftsführer ist zufrieden, stolz zeigt er die neuen, hellen, schönen Räume. „Wir sind für die Zukunft jetzt gut aufgestellt“, ist Eeg überzeugt. Viel mehr Platz haben die Sportler im Funsportzentrum künftig. Der Studiobereich wurde vergrößert, mehrere neue Übungsräume eingerichtet. Es gibt einen nagelneuen Konferenzraum im Obergeschoss, ein neues Trainerbüro, neu angeordnete Büros, sanierte Sanitäranlagen und Umkleiden. Herzstück ist der Empfangsbereich mit angegliedertem Bistro. Beides liegt nahe beieinander, damit die Funsportzentrum-Mitarbeiter gleichzeitig Besucher empfangen sowie Pizzen und Getränke ausgeben können. Die Atmosphäre um den Einlass: modern und gemütlich, wie Eeg betont. Auch der Brandschutz und die Lüftung seien nun auf Stand, und die IT ebenfalls fit für die Zukunft gemacht: Digitale Armbänder lassen die Sportler künftig ein, die auch mit Transponderschlössern in den Umkleiden verknüpft sind. Eine digitale Infostele am Einlass spielt per großem Smartdisplay Informationen und Sport-News aus.

Platz für all die Umbauten hat das SVK-Team vor allem dadurch geschaffen, dass die bislang angegliederte und verpachtete Gaststätte nun nicht mehr existiert, auch wurde an einer Stelle dezent erweitert. „Und, natürlich, die kluge Raumanordnung ist wichtig“, sagt Eeg.

Und nun? Im Sommer soll noch der Außenbereich umgebaut werden, mit Zäunen, Wiesen, einem Tartanbereich samt Crossfitnesstower. Am Sonntag will der SV Kornwestheim aber nun erst einmal den Interessierten mit einem Tag der offenen Tür das umgebaute Funsportzentrum vorstelle.

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