Kornwestheim Dreimal shoppen am Sonntag

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Einkaufen soll in diesem Jahr an drei Sonntagen in Kornwestheim möglich sein. Foto: dpa/Bernd Wüstneck

Kornwestheim - Drei verkaufsoffene Sonntage sind in diesem Jahr in der Innenstadt vorgesehen. Die Termine wurden vom Bund der Selbstständigen (BdS) Kornwestheim und der städtischen ­Wirtschaftsförderung beantragt. Im Verwaltungs- und Finanzausschuss wurden keine Vorbehalte gegenüber dem Ansinnen geäußert und diesem zugestimmt.

In der Vergangenheit hatte es Unstimmigkeiten wegen der Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen gegeben. Ärger gab es vor allem, weil Verdi im vergangenen Jahr den mit der Automeile verbundenen verkaufsoffenen Sonntag gestrichen sehen wollte. Die Gewerkschaft hatte sogar angekündigt, eine Klage gegen die Sonderöffnungen der Geschäfte in Kornwestheim zu erwägen, später jedoch davon abgesehen. Auch die Kirchen hatten sich in der Vergangenheit schon gegen die verkaufsoffenen Sonntage ausgesprochen. Sie und Verdi wurden nun informativ angehört. Eine Zustimmung ist jedoch nicht zwingend, um die Sonderöffnungen tatsächlich durchzuführen.

Wie schon im Vorjahr ist auch dieses Mal ein verkaufsoffener Sonntag während der Automeile geplant. Dieser soll am 19.  April stattfinden. Außerdem sollen die ­Geschäfte anlässlich des Stadtfestes am 6.   September öffnen dürfen. Und auch während des Kirchweihmarktes am 25.   Oktober wollen die Einzelhändler ­Geschäfte machen dürfen.

2019 gab es in Kornwestheim nur zwei verkaufsoffene Sonntage: einmal im ­Zusammenhang mit der Automeile und einmal anlässlich der Kirbe. Laut des ­Gesetzes über die Ladenöffnung in Baden-Württemberg sind jährlich höchstens drei Termine für verkaufsoffene Sonn- und Feiertage zulässig. Die Geschäfte dürfen längstens fünf Stunden lang öffnen, ­müssen spätestens um 18 Uhr schließen und sollen außerhalb der Zeiten des ­Hauptgottesdienstes geschlossen bleiben. Außerdem sind die Adventssonntage, die Feiertage im Dezember sowie der Oster- und Pfingstsonntag tabu.

Voraussetzung ist zudem, dass es einen „engen räumlichen Bezug“ zwischen der jeweiligen Veranstaltung und den geöffneten Geschäften gibt, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Verwaltung hat daher vorgeschlagen, nur Verkaufsstellen in der Innenstadt zur Sonderöffnung zuzulassen. Konkret bedeutet das, dass diese auf den Bereich südlich der Jakobstraße, nördlich der Johannesstraße, westlich der Stutt­garter Straße und östlich der Bahnhof­straße beschränkt ist.

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