Kornwestheim Drive-In-Schnelltests in Kornwestheim?

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Auch in Kornwestheim gibt es mittlerweile drei öffentliche Testzentren – eins viertes könnte bald entstehen. „Wir sind hierzu in Gesprächen“, sagt Foto: dpa/Martin Schutt

Kornwestheim - Im März kam es immer wieder zu Schließungen von Kindergärten und Kindertagesstätten in Kornwestheim, teils sind einzelne Gruppen betroffen gewesen, teilweise waren es ganze Einrichtungen. Der Grund ist klar: Wenn Coronafälle auftreten, muss die Stadt schnell reagieren und Quarantänemaßnahmen verhängen. Derzeit ist laut der Stadtverwaltung jeweils eine Gruppe in der Kita Rosensteinstraße geschlossen und eine in der Kita Starenweg. Beide werden voraussichtlich am 9. April wieder ihren Betrieb aufnehmen. Weitere Einrichtungen waren bereits dicht und haben ihre Pforten mittlerweile wieder öffnen können – geschlossen hatten zwischenzeitlich für je rund zwei Wochen das Kinderhaus Bebelstraße, die Kita Bolzstraße, die Kita Kirchstraße und die Kita Villeneuvestraße.

Hunderte Tests

Schließungen gehen häufig Tests voraus. Die Stadt testet vielerorts mittlerweile regelmäßig. Entsprechende Zahlen legte Michael Siegel vor Der Leiter des städtischen Fachbereichs Recht, Sicherheit und Ordnung stellte sie unter anderem den Stadträtinnen und Stadträten zur Verfügung. Im Laufe des März wurden bei Tests der Stadt drei Menschen positiv auf Covid-19 getestet, zwei in Schulen, einer in einer Kita. Getestet wurde ungleich mehr: Für den Zeitraum vom 8. März bis 12. März gab es 498 Tests, vom 15. März bis 19. März 735 Tests, vom 22. März bis 24. März 577 Tests. Weiter hat die Stadt Kornwestheim die Zahlen noch nicht zusammengefasst.

Die entsprechenden Testungen wurden in Kindergärten und Schulen, in Einrichtungen der Schulkindbetreuung, in Bauhof, Stadtgärtnerei, Rathaus und unter städtischen Wahlhelfern sowie in den mittlerweile drei Testzentren durchgeführt. Wozu man wissen muss: Getestet wurden in den städtischen Einrichtungen teils nur Erwachsene, erst seit dem 22. März kommen etwa auch Schüler regelmäßig dran. Am Ende konnten auch andere Tests oder Kontakte Schließungen notwendig machen. So lässt sich auch erklären, warum „nur“ drei positive Tests registriert wurden, aber mehrere Einrichtungen zwischenzeitlich in Quarantäne mussten.

Für jeden Mann und jede Frau

In die Statistik fließen – wie angemerkt – auch die Testzentren der Stadt Kornwestheim ein. Hier werden natürlich nicht speziell städtische Mitarbeiter getestet, sondern jeder Mann und jede Frau darf sich einen Termin geben lassen. Die ersten beiden kommunalen Testzentren machten Mitte März auf, die Teststelle in der Johanneskirche einige Tage später. In der Zeit vom 15. März bis 19. März wurden in der Schnellteststelle Ost 82 Menschen getestet, in der Stelle West 74 Menschen. In der Zeit vom 22. März bis 24. März waren es in „Ost“ 129 Menschen, weitere Zahlen liegen noch nicht vor.

Kommt eine vierte Teststelle?

„Wir haben die Taktung der Tests von vier auf drei Minuten verbessert“, sagt Siegel. Dennoch weiß der Fachbereichsleiter, dass es für manche Bürgerinnen und Bürger noch immer schwierig ist, einen Termin zu bekommen, dass es deswegen auch Kritik gibt. Siegel berichtet, dass man daran arbeite, eine weitere Schnellteststation einzurichten. Vorstellbar wäre eine „Drive-In-Teststation“, bei der man schnell mit dem Auto vorfährt. Möglich wäre das eventuell auf einer Fläche auf dem Wilkin-Areal. Details könne er aber noch nicht nennen, so Siegel. „Wir sind da noch in Gesprächen“, berichtet der Fachbereichsleiter.

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