Kornwestheim Einbruchserie: Polizei identifiziert vier Jugendliche

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Die Alte Hammerschmiede Foto: Peter Meuer

Kornwestheim - Die Einbruchserie in der Alten Hammerschmiede dürfte ein Ende haben. Die Polizei hat in dieser Woche vier Jugendliche ermittelt, bislang wird ihnen aber nur Hausfriedensbruch vorgeworfen. Die Polizei kam den Jungen im Alter zwischen 14 und 15 Jahren auf die Schliche, nachdem die Ehrenamtlichen, die sich um die Schmiede kümmern, Kameras auf dem Gelände aufgestellt hatten.

Weil die Aufnahmen die mutmaßlichen Einbrecher aber nur im Außenbereich zeigen, gibt es bislang keine Beweise dafür, dass sie auch Inneren der Schmiede randaliert haben, teilte die Polizei auf Anfrage mit. „Ob sie auch für die Sachbeschädigungen im Gebäude verantwortlich sind, muss noch ermittelt werden“, sagte Polizeipressesprecherin Yvonne Schächtele.

Insgesamt wurde in den zurückliegenden viereinhalb Wochen siebenmal in das denkmalgeschützte Gebäude in der Aldinger Straße eingebrochen. Die Einbrüche folgten einem klaren Muster: Offenbar trieb die Täter bloße Zerstörungswut an. Sie stiegen über die Terrassentüren ein und zerschlugen im Inneren vor allem Glas, auch Fensterscheiben gingen zu Bruch. Außerdem wurden Gegenstände und Wände mit Graffiti besprüht, ein Wandregal wurde heruntergerissen. In einem Nebengebäude wurde ein abgestelltes Motorrad beschädigt. Gestohlen wurde hingegen nichts. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei, die bei einem Einsatz auch einen Spürhund dabei hatte, auf eine vierstellige Summe.

Die Ehrenamtlichen haben inzwischen dafür gesorgt, dass ein Teil der zerbrochenen Fenster repariert wurde. Die Spanplatten, die vor den zerstörten Fenstern angebracht wurden, werden aber vorerst bleiben. „Am liebsten hätten wir Gitterstäbe davor“, sagt einer der vier Ehrenamtlichen stellvertretend für die Gruppe. Die Männer hatten in Eigenregie auch die Überwachungskameras installiert, mit deren Hilfe nun die vier Jugendlichen identifiziert werden konnten. Allerdings sei der erste Standort der Kamera nicht optimal gewesen. „Die Polizei hat uns dann aber eingewiesen, wo wir sie aufhängen sollen“, sagte ein Ehrenamtlicher. Sich mit der Polizei in so einem Fall abzustimmen, sei sinnvoll, so Yvonne Schächtele. Nachträglich wurden sogar zwei weitere Kameras installiert – die Aufnahmen, die sie lieferten, brachten aber keine weiteren Erkenntnisse, denn anschließend wurde nicht mehr eingebrochen. „Wir hoffen nun auch, dass jetzt Ruhe ist“, heißt es von den Ehrenamtlichen.“

Auch den Kornwestheimer Gemeinderat hatte das Thema in der Sitzung am Donnerstagabend beschäftigt. Zu diesem Zeitpunkt war der Fahndungserfolg der Polizei indes noch gar nicht öffentlich bekannt.

Der Freie-Wähler-Stadtrat Klaus-Dieter Holzscheiter sagte: „Bei der Hammerschmiede ist der Teufel los. Wie kann man das künftig verhindern?“ Der Erste Bürgermeister Dietmar Allgaier sprach als Antwort auf die Frage zum Ende der Sitzung ebenfalls an, dass Überwachungskameras aufgehängt worden seien. „Dieser Vandalismus ist wirklich ärgerlich“, betonte Allgaier.

 
 

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