Kornwestheim Endlich wieder ein Auftritt mit dem Konzertflügel

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Die Klavierlehrerin Heike Sigle und ihre Eleven bei der Sommerserenade Foto: Sabine Baumert

Kornwestheim - Ich freue mich so sehr, dass die Kinder sich endlich wieder gegenseitig zuhören können“, freute sich Heike Sigle. Einige ihrer Eleven würden zum ersten Mal öffentlich vorspielen, verriet die Klavierpädagogin, die an der Anton-Bruckner-Universität in Linz studiert hat.

Schwierig genug ist die Zeit des schulischen Lockdowns auch im Bereich des Instrumentalunterrichts gewesen. Monatelang durfte nur per Skype, Zoom oder ähnlichen Programmen unterrichtet werden. Allen diesen Angeboten ist gemeinsam, dass sie für den Gebrauch in Videokonferenzen entwickelt wurden. Dort ist es ein Plus, dass die Anwesenden erst nacheinander sprechen können.

Gemeinsames Musizieren war lange Zeit nicht möglich

Im Bereich der Musik ist das anders. Zwar lässt sich mit einer Menge zusätzlichem Equipment und eigens entwickelten Programmen die sogenannte Latenzzeit – also die Verzögerung zwischen der Entstehung des Klangs und dessen Ankommen beim Empfänger – minimieren, aber gemeinsames Musizieren war seit Ende des Jahres 2020 nicht mehr möglich.

Lesen Sie aus unserem Angebot: So lief es bei Heike Sigle im Jahr 2020

Inzwischen dürfen Klavierschüler – vorausgesetzt, ihr negativer Coronatest ist nicht älter als 60 Stunden – sogar ohne Maske den Unterricht besuchen und bei genügend Abstand zusammen musizieren. Auch Lehrer, auf die die 3 G (geimpft, genesen oder getestet) zutreffen, brauchen bei den derzeitigen Corona-Inzidenzzahlen keine Maske mehr.

Die jungen Musikerinnen am Samstag kamen anschlagsmäßig sehr gut mit dem Konzertflügel in der Kornwestheimer Johanneskirche zurecht. Fleißig geübt hatten alle und brachten das Erlernte sicher und teilweise mit überzeugender Virtuosität zu Gehör.

Spezielle Literatur ist bei den Klavierschülerinnen besonders angesagt

Die Klavier-Unterrichtswerke von Aniko Drabon sind derzeit bei den Schülern besonders beliebt. Lola Stein, Florine de Haan, Mira Mädrich, Leonora Miller und Mila Vulcano interpretierten Werke der ungarischen Autorin mit viel Spaß und Begeisterung. Der Schweizer Daniel Hellbach gehört ebenfalls zu den derzeit angesagten Komponisten. Noemi Hermann und Linda Maier brachten Stücke von ihm gekonnt zu Gehör, genauso wie Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Filmmusik. Auch Laura Wangler zeigte überzeugend bei einer Sonate von Joseph Haydn und Filmmusik von Yann Tiersen, welche spannende Literatur den fortgeschrittenen Schülern zur Verfügung steht.

Das Publikum belohnte alle Darbietungen mit begeistertem Beifall.

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