Kornwestheim Ersatz auf Sand: Beachvolleyball mal anders

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Sand-Experte: Chris Helwig weiß, wie’s geht. Foto: z

Kornwestheim - Endlich mal wieder den Sand zwischen den Füßen zu spüren, etwas vorbereiten, ein Ziel vor Augen zu haben. „Das war ein herrliches Gefühl“, sagt Chris Helwig. Als er gemeinsam mit den anderen Volleyballern des SV Kornwestheim die Beach-Anlage an der Bogenstraße wieder flott gemacht hat, juckte es den Kapitän der ersten Männermannschaft schon wieder in den Fingerspitzen. Beachvolleyball, das ist sein Ding. Gemeinsam mit Teamkollege Konstantin Kampmann trat er in der Vergangenheit bei Turnieren an, oft sogar siegreich. Unter anderem war das Duo Teil des Turniers bei der Bundesgartenschau in Heilbronn im Jahr 2019.

Geheime Zeichen hinterm Rücken

Deshalb ist das, was beim SVK jetzt ansteht, in seinen Augen perfekt: Der Volleyball-Landesverband Württemberg (VLW) bietet den Vereinen die „Quattro Beach Liga“, sozusagen als sommerlichen Ausgleich für die unmittelbar nach Beginn abgebrochene Hallensaison. Jeweils vier Spielerinnen oder Spieler treten auf Sandplätzen gegeneinander an, die Regeln sind im Großen und Ganzen gleich wie in der Halle – und doch ist alles ganz anders.

Chris Helwig weiß, wovon er spricht, wenngleich das Spielprozedere auch für ihn Neuland ist. „Man muss viel mehr reden, man verteilt aber auch die Verantwortung, wenn man zu viert statt nur zu zweit spielt.“ Die Kommandos – also die Fingersignale, die beim Beach-Volleyball hinterm Rücken gezeigt werden – seien auch nicht jedermann geläufig. „Da mussten wir uns ein bisschen einarbeiten, haben vorher aber schon drei-, viermal auf den Kornwestheimer Beachplätzen trainiert“, so Helwig, der gar keinen Hehl daraus macht, dass Volleyball im weichen Sand sehr viel anstrengender ist als auf dem stabilen Hallenboden. Allerdings: „Wichtig ist das Ballgefühl, auch für die kommende Hallensaison.“ Diese soll Anfang Oktober beginnen.

„Arrogant Kornwestheim“

Jetzt geht es aber erst einmal in der „Quattro Beach Liga“ zur Sache. Am vergangenen Wochenende trafen sich die Teilnehmer zum ersten Mal, natürlich auch auf der Anlage des SVK, der zwei Männerteams und eine Mixed-Mannschaft stellt. Bei der ersten Kornwestheimer Mannschaft, die als „Arrogant Kornwestheim“ antrat, lautete die Devise vor allem: Jeder soll gleich viel Spielzeit bekommen. Zu sechst angetreten, reichte es im Turniermodus unter den sechs Teams lediglich zu einem Erfolg – den gab’s aber immerhin gegen den späteren Turniersieger vom SV Fellbach – eine mit Oberligaspielern gespickte Auswahl.

„Es ging alles verletzungsfrei über die Bühne, und es wurde auch viel gelacht“, sagt Helwig. Und das ist in diesen Zeiten vielleicht sogar die Hauptsache.

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