Kornwestheim Feuerwehr rückt gleich sechsmal aus

Von
Die Feuerwehr löscht den Grünstreifen in Pattonville. Foto: z/Feuerwehr Kornwestheim

Kornwestheim - Gleich sechsmal ist die Feuerwehr am Dienstag bis zum späten Nachmittag ausgerückt. Waren die ersten beiden Alarmierungen noch folgenlos – Brandmelder hatten um 5 und um 7 Uhr bei der Firma Dachser und auf dem Salamander-Areal ausgelöst –, war das Geschehen bei der Deutschen Post gegen 10.30 Uhr sehr viel ernster.

Im Gebäude im Moldengraben war aus einem Päckchen eine ätzende Flüssigkeit ausgelaufen, die bei einem Mitarbeiter zu Augenreizungen führte. Ausgerüstet mit Schutzanzügen, brachten die Wehrleute das Päckchen ins Freie und öffneten es. „Darin war Round-Up, das hat uns einigermaßen erstaunt“, berichtet Feuerwehr-Pressesprecher Peter Schraud. Der Postmitarbeiter, der durch den Kontakt mit dem Unkrautvernichtungsmittel verletzt wurde, kam ins Krankenhaus. Im Innern des Gebäude verteilten die Wehrleute Chemikalienbinder.

Doch das war noch lange nicht das Ende eines ereignisreichen Tages für die Brandschützer. Denn fast direkt danach wurden sie zur Unterstützung von den Ludwigsburger Kameraden angefordert. „Aber unterwegs hieß es dann, wir könnten wieder umdrehen“, so Schraud. So konnte die Kornwestheimer Wehr um 12.39 Uhr quasi unmittelbar nach Pattonville ausrücken, wo im Oklahomaweg der Grünstreifen neben dem Asphalt brannte. Das Feuer hatte sich schon auf eine Länge von rund 30 Metern ausgebreitet, Anwohnern hatten bereits versucht, mit Wassereimern zu löschen.

Und um 15.10 wurden die Wehrleute erneut in die Nähe jener Stelle gerufen, weil abermals der Grünstreifen brannte. Diesmal hatte ein Anwohner bereits mit einem Pulverlöscher eingegriffen. „Da hat auf jeden Fall jemand rumgezündelt“, ist Peter Schraud sicher. Die Polizei sei der Sache nachgegangen.

Artikel bewerten
4
loading
 
 

Sonderthemen