Kornwestheim Food-Festival: gleich zwei Ausgaben

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2019 war das Winter-Streetfood-Festival zum ersten Mal in Kornwestheim. Foto: Horst Dömötör

Kornwestheim - Kornwestheim hat den traditionellen Weihnachtsmarkt im Alten Dorf. Kornwestheim hätte aber auch gerne einen Wintermarkt mit einem etwas anderem Konzept auf dem Holzgrundplatz. Dieser Wunsch ist lange nicht in Erfüllung gegangen. Für 2018 hatte die Stadt mit einer Veranstaltungsagentur den „Sternenzauber“ geplant. Als das nicht geklappt hat, starteten beide ein Jahr später einen neuen Versuch. Aber auch dann ist kein Sternenzauber auf den Holzgrundplatz gekommen – sondern ein Winter-Streetfood-Festival, organisiert vom damaligen Stadtmarketingverein und Tom Sanchez, dem Inhaber von Procity.

Essen als Hauptattraktion

Die Stadt hat also nicht – wie ursprünglich geplant – einen Kunsthandwerkermarkt mit Essensständen bekommen, sondern das Essen war die Hauptattraktion des neuen Wintermarkts. Dieser Markt sollte auch ein Jahr später wieder stattfinden, doch wegen der Pandemie war alles anders. Statt des traditionellen Weihnachtsmarkts und des erneut geplanten Streetfood-Festivals gab es auf dem Holzgrundplatz einen kleinen Bauernmarkt.

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Bei so vielen verschiedenen Märkten kann man schon einmal den Überblick verlieren. Aber die Stadt weiß nun, wie sie künftig die Vorweihnachtszeit gestalten möchte: Der Weihnachtsmarkt im Alten Dorf bleibt freilich bestehen. Und das Winter-Streetfood-Festival soll sich etablieren. Deshalb gibt es nun gleich zwei Termine für das Fest – einen, um den ausgefallenen Markt vom vergangenen Jahr nachzuholen und einen für dieses Jahr.

Spezialitäten gibt’s erstmals im September

„Im Moment sieht es ganz gut aus mit den Coronazahlen, wir hoffen mal, dass das bis Mitte September hält“, sagt Tom Sanchez, der auch diesmal die Streetfood-Festivals in Kornwestheim organisiert. Eigentlich hätte er eine Frühlings- oder Sommeredition veranstalten wollen – wegen der Pandemie ist das Fest aber auch in diesem Jahr mehrmals verschoben worden. Nun wird es im September wieder ungarische, amerikanische, mexikanische und italienische Spezialitäten auf dem Holzgrundplatz geben. Außerdem ist ein Live-Cooking geplant, bei dem Köche aus vielen Nationen auf dem Holzgrundplatz exotische Gerichte zubereiten. „Besucher können sich auf eine kulinarische Weltreise quer durch alle Länder und Kontinente begeben“, sagt Tom Sanchez.

Ein paar Sachen sind in diesem Jahr aber anders. Zunächst wird das Gelände um den Holzgrundplatz abgesperrt, Besucher müssen sich registrieren. Nach aktuellem Stand dürfen etwa 400 Gäste auf das Gelände und es besteht Maskenpflicht. Außerdem kostet der Eintritt zwei Euro. „Wir haben einen viel höheren Aufwand und kommen nicht mehr ohne Eintritt aus“, erklärt Sanchez. Auch auf ein Rahmenprogramm muss der Veranstalter dieses Mal verzichten. 2019 haben beispielsweise Jongleure die Besucher unterhalten. In diesem Jahr will Sanchez aber nicht zum Verweilen einladen. „Uns ist daran gelegen, dass die Zahlen runtergehen“, sagt er. Ein Straßenmusiker, der zufällig vorbeikommt, sei in Ordnung, größere Auftritte oder Aktionen gebe es aber nicht.

Die Stadt betont: „Kein zweiter Weihnachtsmarkt“

Die Stadt freut sich auf den Besuch der Food Trucks und betont, dass das Festival kein zweiter Weihnachtsmarkt ist. „Wir haben uns ganz bewusst für ein anderes Veranstaltungsformat entschieden“, heißt es von der Verwaltung auf Anfrage. Der Fokus liegt am Holzgrundplatz ganz klar auf dem Essen und den unterschiedlichen kulinarischen Traditionen.

Das Festival soll nicht zuletzt einen Teil zur Innenstadtbelebung beitragen. Die Stadt plant deshalb begleitende Aktionen wie eine lange Einkaufsnacht. „Der Einzelhandel soll von diesem Event profitieren“, heißt es von der Stadt auf Anfrage. Die Verwaltung ist derzeit sowieso bemüht, die Innenstadt nach den Lockdowns, aber auch allgemein, etwas aufzuwecken. Dafür sind zum Beispiel jüngst Liegestühle am Holzgrundplatz aufgestellt worden. Das Streetfood-Festival ist nun ein weiterer Baustein des Plans. „Die Stadtverwaltung möchte an diesem Event gerne festhalten“, heißt es. Das Festival vom vergangenen Jahr wird deshalb im September unter dem Namen „Sommer-Streetfood-Festival“ nachgeholt. Das eigentliche Winter-Streetfood-Festival folgt dann im November, wo es auch in den kommenden Jahren angesiedelt werden soll.

Die Street-Food-Festivals 2021

Kornwestheim
Das Sommer-Streetfood-Festival, das als Ersatz für den Termin vom vergangenen Jahr dient, ist für die Zeit vom 17. bis zum 19. September geplant. Das Winter-Streetfood-Festival soll dann vom 25. bis zum 28. November in der Stadt sein.

Städte
Procity ist mit seiner Streetfood-Fiesta-Tour in vielen Orten unterwegs. Vom 20. bis 22. August steht das badische Waldkirch bei Freiburg auf dem Programm. Dort machen die Foodtrucks auch am 2. und 3. Oktober Halt. Vom 24. bis zum 26. September kommen die kulinarischen Köstlichkeiten dann nach Hausach im Kinzigtal.

Corona
Derzeit weiß der Veranstalter noch nicht, welche Regeln im Zusammenhang mit der Pandemie im September beziehungsweise Ende November gelten. Je nachdem werden Besucherzahlen, Maskenpflicht und 3G-Regel angepasst. Eine kurzfristige Absage der Märkte ist ebenfalls möglich.

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