Kornwestheim Gumpenbachbrücke: Die ersten Bauarbeiter rücken an

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Nun wird’s ernst an der Gumpenbachbrücke. Foto: Katharina Sauter

Kornwestheim - Nun wird’s langsam ernst mit den Bauarbeiten an der Gumpenbachbrücke. Doch bevor Neues entsteht, muss zunächst einmal viel Altes entfernt werden. Damit hat das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart in diesen Tagen begonnen.

Die Lärmschutzwände auf der Ostseite der Bundesstraße werden als erstes entfernt. Für die Anwohner heißt das: viel Lärm, weil täglich rund 50 000 Fahrzeuge über diesen Abschnitt der B 27 rollen. Aber auch die Autofahrer müssen sich auf Einschränkungen einstellen. In der kommenden Woche steht ihnen tagsüber zwischen 7 und 16 Uhr in Richtung Ludwigsburg nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Tagesbaustellen, so das Regierungspräsidium auf Nachfrage unserer Zeitung, werden voraussichtlich bis zum Montag, 20. Januar, erforderlich sein.

Außerdem erstellt das RP im ersten Bauabschnitt auf der Ostseite der B 27 eine provisorische Ausfahrt Kornwestheim-Nord her. Die jetzige Ausfahrt wird nach der Fertigstellung vom Baustellenverkehr genutzt. Auch unter der Brücke wird gearbeitet. Die Straße „Unterer Klingelbrunnen“ werde aber fast durchgängig befahrbar sein, verspricht das RP.

Die rund 100 Meter lange Gumpenbachbrücke wurde im Jahr 1954 gebaut und besteht aus zwei Teilbauwerken, jeweils einem pro Richtungsfahrbahn. Im Mai 2010 wurde im Rahmen einer Brückensonderprüfung ein so schlechter Bauwerkszustand festgestellt, dass die Brücke nun durch einen über elf Millionen Euro teuren Neubau ersetzt werden muss. Die Bauarbeiten verlaufen nach einem ausgeklügelten Plan: Zunächst wird auf der östlichen Seite der Brücke – in Richtung Ludwigsburg – die neue Fahrbahn auf Behelfspfeilern errichtet. Sie erhält bereits eine Lärmschutzwand. Auf die bisherige Spur Richtung Ludwigsburg wird der Stuttgart-Verkehr verlegt, der westliche Brückenteil dann abgerissen und neu gebaut. Danach werden die endgültigen Pfeiler für den östlichen Brückenteil errichtet. Dessen Fahrbahn wird zum Schluss von den Behelfspfeilern auf ihren richtigen Platz verschoben.

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