Kornwestheim Hoppsala, wer hat denn hier aufgeräumt?

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Marc Renz (oben) trägt den Richtspruch vor. Die Stadt hatte als Bauherrin zur Feier eingeladen. Foto: Dominik Florian

Kornwestheim - An Marc Renz sollten sich die Jungen und Mädchen, die später einmal den Kindergarten Hoppsala auf dem ESG-Gelände besuchen werden, ein Beispiel nehmen. Dann gibt’s regelmäßig lobende Worte – so wie sie der Polier gestern auch mit Freude vernehmen durfte. So eine saubere, aufgeräumte Baustelle habe sie noch nie erlebt, sagte Sylvia Kirsten, Geschäftsführerin der Mahale gGmbH, die den Kindergarten betreiben wird, auch im Namen von Architekt Jörg Lindenberger. Gestern feierten die Baubeteiligten Richtfest, und in der Tat: Picobello sah es auf der Baustelle aus.

Verstärkt wurde der gute Eindruck durch die lichten und hellen Räume. Wo man jetzt nichts sehe, werde man auch künftig nichts sehen, wies Lindenberger bei einer Führung durch den Rohbau auf die vielen Glasflächen hin, die den Kindergarten einmal prägen werden. 100 Jungen und Mädchen werden die Einrichtung besuchen, und sämtliche Plätze sind jetzt schon – obgleich der Kindergarten erst im Frühjahr des kommenden Jahres eröffnen wird – vergeben.

Einige Besonderheiten weist der Kindergarten auf dem ESG-Gelände auf. So erhält er eine große Küche, in der täglich frisch gekocht wird – nicht nur für die Jungen und Mädchen von Hoppsala, sondern auch für die aus dem Kinderhaus Lurchi, das gleichfalls von Mahale betrieben wird. Dass man das Essen künftig selbst zubereiten könne, darüber sei sie besonders glücklich, sagte Sylvia Kirsten beim Richtfest. Fünf Caterer habe man fürs Kinderhaus Lurchi, das 2013 seiner Bestimmung übergeben worden war, ausprobiert und sei doch nie richtig zufrieden gewesen. Eine weitere Besonderheit: Hoppsala legt einen Schwerpunkt auf den Sport und die Bewegung. Und dafür sollen auch die Flächen des ESG-Geländes und die benachbarte Jahnhalle in Anspruch genommen werden. „Damit lebt die Tradition des ESG-Geländes weiter“, sagte Oberbürgermeisterin Ursula Keck in ihrer Begrüßung.

Auch außergewöhnlich: Der Haupteingang des neuen Kindergartens liegt im Obergeschoss, die „Beletage“, wie es Lindenberger formulierte. Hier befinden sich die vier Gruppenräume, die kleineren Kinder haben in der unteren Etage ihr Reich. Über eine Treppe im Gebäude oder über die Dachterrasse geht es in den Richtung Osten liegenden Garten.

Nach den Sommerferien werde man die Planungen fortsetzen und das Mobiliar auswählen, kündigte Sylvia Kirsten an. Und dann wolle man auch damit beginnen, Personal für den Kindergarten zu gewinnen, so die Geschäftsführerin. Wenn sich die guten Wünsche des Poliers, der zum Richtfest nach altem Brauch ein Weinglas auf dem Boden zerschellen ließ, erfüllen, dann dürfte dem Kindergarten ein gute Zukunft beschert sein. Ob’s mit der Ordnungsliebe der Kinder allerdings etwas wird, das bleibt abzuwarten.

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