Kornwestheim Idexx-Bauarbeiten sind voll im Zeitplan

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Richtfest bei Idexx. Foto: Peter Meuer

Kornwestheim - Es läuft gut für Idexx im Moldengraben. Am Donnerstagnachmittag feierte das Unternehmen sein Richtfest. „Wir sind voll im Zeitplan mit dem Bau“, betonte Ulrich Brandenburg, verantwortlich bei Idexx für die Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Voll im Zeitplan heißt: Nach dem Spatenstich im Juni steht nun der Rohbau soweit, und der geplante Umzug 2020 wird wohl auch so stattfinden können.

Die Gäste des Richtfestes – darunter Partner, Handwerker, aber auch viele Idexx-Mitarbeiter – konnten sich bei einem Rundgang bereits einen Eindruck von den neuen Räumen machen. Es lässt sich mittlerweile gut erahnen, wie das Gebäude einmal wirken wird und welche Arbeiten wo verrichtet werden. In die zwei Etagen mit insgesamt rund 9500 Quadratmetern werden später einmal zunächst 400 Mitarbeiter aus Ludwigsburg umziehen, bis zu 600 können insgesamt Platz finden, eine Aufstockung ist möglich. In der Südseite des Gebäudes werden dabei vor allem Büros, Marketing, Verwaltung und so fort ihren Platz finden. Im Nordtrakt schlägt das Idexx-Herz: Hier werden die Labore untergebracht. Dazwischen gibt es Empfangsbereich und Caféteria, hier hat der neue Idexx-Sitz einen modernen Atriumcharakter. Rund 60 Millionen Dollar werde der Neubau am Ende gekostet haben, so sagte Brandenburg. Idexx ist, so heißt es vom Unternehmen, Weltmarktführer in der Veterinärdiagnostik. Insgesamt hat die Firma rund 7000 Mitarbeiter an 80 Standorten, Stammsitz ist in den USA. Es stellt Tierärzten Produkte und Dienstleistungen für deren Diagnose zur Verfügung. Beispielsweise können Tierärzte Proben einschicken, die dann von Idexx mit Spezialgeräten analysiert werden. „Wir nutzen den Umzug auch, um unseren Gerätepark auszutauschen und zu modernisieren“, berichtete Brandenburg.

Kurze Zeit später stieg er gemeinsam mit Europachef Andrew Ferguson und Bauleiter Peter Pahammer von Züblin in den ersten Stock des Gebäudes, ihnen gegenüber hing der Richtkranz. Ulrich Brandenburg sagte einige Worte zu den Gästen, wenige waren es nicht, dennoch füllten sie nur einen kleinen Teil des Raums. Er könne sich etwa vorstellen, dass die Leute einmal sagen, wenn sie über das Kornwestheimer Wilkin-Gewerbegebiet reden: „Das ist doch da, wo der Idexx ist.“ Das wäre schon eine Leistung, bisher ist das Wilkin-Areal für viele Menschen noch immer der Ort, wo früher einmal die Soldaten stationiert waren. Er sprach auch von der „transparenten und offenen Umgebung“, die hier geschaffen werde.

Zu den Zuhörern gehörte auch die Kornwestheimer Oberbürgermeisterin Ursula Keck, die zum Richtfest gekommen war. Lässt man Wüstenrot & Württembergische einmal außen vor, gehört Idexx mit Sicherheit zu den prestigeträchtigsten Gewerbeansiedlungen, die zurzeit in Kornwestheim ihren Platz finden. Keck sprach von „qualitativen Arbeitsplätzen“, die in die Stadt kommen. Und sie betonte den repräsentativen Charakter. Der Idexx-Bau ist ja immerhin an einer Hauptroute in die Stadt hinein gelegen, gleich an der B 27. Er wird einer der ersten Eindrücke sein, den viele Autofahrer erhalten. „Er ist ideal an der Stelle“, sagte Ursula Keck,Dem Züblin-Bauleiter blieb da noch, den Richtspruch an die Gäste zu richten. „Mit Fleiß vom Morgen bis zur Nacht, ward unser stolzes Werk vollbracht, es war mit uns des Himmels Segen, daran stets alles ist gelegen“, sagte er. Und: „Bewahrt sei es vor Sturm und Brand, vor Blitz und hohem Wasserstand.“ Besonders Letzteres mag man der Idexx-Ansiedlung wünschen, da es im Kornwestheimer Moldengraben ja doch so manche Überschwemmung in der jüngeren Vergangenheit gab.

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