Kornwestheim Illegale Rennen und verbotenes Tuning

Von red
Auch am „Car-Freitag“ hat die Polizei genau hingeschaut. Foto: Archiv/dpa/Caroline Seidel

Den Themen Auto-Posing und illegales Tuning haben sich sowohl am Osterwochenende wie auch am vergangenen Sonntag Beamtinnen und Beamte des Polizeipräsidiums Ludwigsburg bei mobilen und stationären Kontrollen gewidmet. Nun gibt es eine Bilanz der Aktionen.

„Das Posing, also das Zurschaustellen PS-starker Fahrzeuge, kann insbesondere für Anwohnerinnen und Anwohner zu einer Lärmbelästigung führen, da sich nun mal nicht jeder an einem besonders geräuschvollen Motor erfreuen kann“, so die Polizei. Des Weiteren gehe das Zurschaustellen oft mit unnötigem Hin- und Herfahren einher, was das Sicherheitsgefühl von Passantinnen und Passanten beeinträchtigen könne.

Illegales Tuning als Gefahr für die Verkehrssicherheit

Zudem könne illegales Tuning auch eine Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen. „Technische Veränderungen an Fahrzeugen können beispielsweise notwendige Fahrzeugeigenschaften einschränken, oder es wird gar der ‚Durchblick’ verringert, wenn Fahrzeuge mit Tönungsfolien vollständig abgedunkelt sind“, schreibt die Polizei in einer Mitteilung.

Am vergangenen Sonntagnachmittag richtete die Polizei eine Kontrollstelle nahe des Kornwestheimer Autokinos ein, auf dessen Gelände eine Veranstaltung für Tuning-Begeisterte stattfand. Insgesamt wurden 105  Fahrzeuge kontrolliert. Davon wurden 27 beanstandet, da sie nicht zulässige technische Veränderungen aufwiesen. Überwiegend ging es um verbotswidrig montierte Distanzscheiben, unzulässige Rad-Reifen-Kombinationen und mit Tönungsfolie abgedunkelte Frontscheiben, Scheinwerfer oder Rückleuchten. Teilweise fielen abgefahrene Reifen bei Motorrädern und auch bei Autos auf. Ein Auto musste sichergestellt werden, da das höhenverstellbare Fahrwerk nachträgliche Veränderungen aufwies, die im Detail kontrolliert werden mussten.

Karfreitag heißt in der Szene „Car-Freitag“

Bereits am Karfreitag, der in der Tuning-Szene auch als „Car-Freitag“ bekannt ist, gab es landesweite Kontrollen. In den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg überprüfte die Polizei insgesamt 87 Fahrzeuge und stellte 32 Verstöße fest, darunter fallen auch zwei verbotene Autorennen in Sindelfingen. Dort stoppten die Beamten am Nachmittag einen Opel und einen BMW, die bei erlaubten 50 km/h mehr als doppelt so schnell nebeneinander herfuhren. Gegen die beiden 46- und 41-jährigen Fahrer wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ebenso erging es drei Männern im Alter von 22 und 23 Jahren, die nur etwa 30 Minuten später ihre Autos zunächst ebenfalls in der Gottlieb-Daimler-Straße und später dann noch in der Calwer Straße bis auf über 100 km/h beschleunigten.

In Ludwigsburg durfte gegen 14 Uhr ein 32-Jähriger nicht weiterfahren. Sein VW war mit einem höhenverstellbaren Fahrwerk ausgestattet, das die Freigängigkeit der Räder stark einschränkte, auch Schleifspuren waren sichtbar. Ein 26-jähriger BMW-Fahrer, der am Ostersonntag vermutlich an einem „Tuning-Treffen“ auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarkts in Gerlingen teilnahm, muss ebenfalls mit einer Anzeige rechnen. Er war durch starkes Beschleunigen und quietschende Reifen aufgefallen. Bei der anschließenden Kontrolle des BMW bemerkten die Polizisten außerdem eine unzulässige Rad-Reifen-Kombination.

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