Kornwestheim Jeziorski geht: Linken-Stadträtin verabschiedet

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Die Oberbürgermeisterin Ursula Keck (rechts) verabschiedet Annegret Jeziorski. Foto: Peter Meuer

Kornwestheim - Es ist ein überaus emotionaler Abschied gewesen. Als Annegret Jeziorski, bis dato Stadträtin der Linkspartei, das Wort ergriff, hatte sie einen merklichen Kloß im Hals. Sie blicke mit Wehmut zurück, sagte Jeziorski. Und erinnerte an den Umgang im Kornwestheimer Gemeinderat, der aus ihrer Sicht trotz aller Debatten immer anständig, solidarisch und respektvoll gewesen sei. „Ich habe mich immer dafür eingesetzt, dass Menschen, die Hilfe brauchen, nicht in Vergessenheit geraten“, sagte sie und ist sich sicher, dass dieser Gedanke auch künftig im Gremium nicht verloren geht.

Nach dem Umzug nach Ludwigsburg kann sie keine Stadträtin bleiben

Annegret Jeziorski, Jahrgang 1959, kehrt dem Gemeinderat den Rücken, weil sie nach Ludwigsburg umzieht und somit – so schreibt es die Gemeindeordnung vor – künftig nicht mehr dem Kornwestheimer Gremium angehören darf. Etwa fünf Jahre in zwei Legislaturperioden diente sie als Stadträtin, sie selbst rückte seinerzeit für Friedhelm Hoffmann nach.

Dass die Linke besonders die sozialen Themen im Fokus hatte und hier auch viel Kompetenz und Energie besteuerte, betonte die Kornwestheimer Oberbürgermeisterin Ursula Keck in ihrer Rede.

Zuletzt war Annegret Jeziorski selbst krankheitsgeschwächt

„Sie haben soziale Gerechtigkeit in den Fokus genommen“, sagte die Rathauschefin, „und den Blick immer wieder auf Schwächere gerichtet.“ Annegret Jeziorski, die beim Arbeitslosenzentrum Ludwigsburg tätig ist und zuletzt selbst krankheitsgeschwächt war, habe immer auf jene geschaut, die „nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, sagte Keck und dankte der scheidenden Stadträtin für ihre „Zeit und Energie“.

Thomas Ulmer sprach als Vorsitzender für die Fraktion Grüne/Linke, der Jeziorski angehörte, ein paar Worte. Auch er wies darauf hin, dass Annegret Jeziorski besonders soziale Aspekte eingebracht habe, mit ihrer Sachkenntnis in Sachen Sozialgesetzbuch die Arbeit der Fraktion bereicherte. „Wir danken dir dafür“, sagte er.

OB Ursula Keck nimmt Benjamin Schad den Amtseid ab

Für Annegret Jeziorski ist sodann Benjamin Schad nachgerückt. Der Nachhilfelehrer ist 1981 geboren worden, bei den Wahlen im Mai 2019 schaffte er den Sprung ins Kornwestheimer Gremium noch nicht. Nun darf er doch noch die Aufgaben als Stadtrat angehen. Die Oberbürgermeisterin Ursula Keck nahm ihm den Amtseid ab.

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