Kornwestheim Julian Mutterer siegt beim Dreikampf der Skizunft

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Der 27. Sika-Triathlon der Skizunft Foto: Horst Dömötör

Kornwestheim - Der 27. Sika-Triathlon der Skizunft Kornwestheim beginnt mit Sonnenschein an der Schwelle von „bestem Laufwetter“ zu „so langsam wird’s schweißtreibend“. Die Stimmung jedenfalls, sie ist gut rund ums Alfred-Kercher-Bad. Rund 600 Athleten nehmen diesmal teil, der Löwenanteil von ihnen – etwa 420 – sind bei der Hauptwertung mit dabei, darüber hinaus gibt es Schülerwertungen und Staffeln.

Ab 10.55 Uhr geht es beim Volkstriathlon ins Wasser, es starten immer sieben Sportler pro Bahn bei sechs Bahnen. 500 Meter schwimmen sie, danach müssen die Teilnehmer – zumeist barfuß – zur Wechselzone am Sportgelände neben der Osthalle und auf’s Fahrrad. Über 20 Kilometer treten die Athleten in die Pedale.

Diesmal ist die Radstrecke etwas abgeändert worden – von der Wechselzone aus geht es nicht mehr Richtung Zazenhausen, sondern weiter in Richtung Osten bis zu den Wendepunkten vor dem Ortseingang Mühlhausens. Die gut fünf Kilometer lange Laufstrecke führt in der Folge über einen Rundweg durch den Stadtpark. Unterdessen warten die weiteren Sportler rund ums Alfred-Kercher-Bad, sie genießen das Wetter, tauschen sich aus. Moderator Andreas Joos heizt sie per Mikrofon von seinem Zelt auf dem Rasenplatz aus schon einmal an – und gibt zwischendurch auch einige praktische Tipps und Hinweise zum Ablauf. „Das ist alles sehr entspannt heute“, sagt er.

Das bestätigen auch Lukas Horica, 24 Jahre alt, und sein 56-jähriger Vater Ignacio. Die beiden Rielingshausener bereiten an der Wechselzone ihre Fahrräder vor, sie müssen um 12.30 Uhr ins Wasser. Beide nehmen seit rund zehn Jahren gemeinsam an Triathlons teil.

Vater und Sohn schätzen gleichermaßen, dass es „sehr familiär“ zugeht in Kornwestheim, der Druck nicht so hoch ist. „Ein toller Ausklang der Saison ist das hier“, sagt Lukas Horica, der darüber hinaus berichtet, dass er seit einiger Zeit nicht mehr sehr aktiv in Sachen Triathlons war, und in Kornwestheim „wieder reinkommen“ möchte.

Kurze Zeit später gibt es am Marktplatz einen ersten Höhepunkt. Hier ist der Zieleinlauf der Athleten. „Jetzt kommt das Fahrrad!“, ruft eine Zuschauerin und meint damit Reinhold Oechsle von der Skizunft, der den Läufern auf seinem Zweirad als Streckenfahrzeug voran fährt. Etwa 56 Minuten nach seinem Start läuft kurz darauf gegen 11.50 Uhr bereits der in Triathletenkreisen durchaus nicht unbekannte Julian Mutterer ein. Marktplatz-Moderator Mike Beuerle fragt bereits, ob hier ein neuer Streckenrekord entstehe. Er freut sich kurz darauf schon wieder: „Fünf Sportler unter einer Stunde.“

Am Ende steht fest: Julian Mutterer ist tatsächlich Gesamtsieger, er braucht 56:22 Minuten. Das ist sehr schnell, aber einen Streckenrekord abzuleiten, ist schwierig, weil die Strecke in diesem Jahr anders und etwas kürzer ist, heißt es von der Skizunft. Julian Mutterer aus Calw, und immerhin 2018 dritter beim italienischen Iron Man, freut es natürlich dennoch. Nach einer Verletzung war es sein erster Lauf in diesem Jahr. „Das hat wieder gut angefangen“, sagt er. Die schnellste Frau ist mit 1 Stunde 8 Minuten die erst 15 Jahre alte Anja Kricheldorf aus Sindelfingen. „Eine schöne Strecke war das“, sagt sie. Mehr über den Triathlon lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der KWZ am Montag.

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