Kornwestheim Junger Erfinder stellt sich dem TV-Duell

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Wie funktioniert seine intelligente Arbeitsleuchte? Seine Erfindung durfte Benedikt Veit in der Jugend-Ausgabe der Show „Das Ding des Jahres“ vorstellen. Foto: z/ProSieben/Willi Weber

Kornwestheim - Beim Regionalwettbewerb Mittlerer Neckar von „Schüler experimentieren“ in Sindelfingen landete er auf dem ersten Platz in der Kategorie Arbeitswelt. Beim Landesentscheid der „Jugend forscht“-Juniorsparte schaffte er es auf einen respektablen dritten Platz. Und beim Artur-Fischer-Erfinderpreis wurde er mit dem zweiten Preis in der Klassenstufe 8 bis 10 prämiert. So einige Auftritte hat Benedikt Veit bereits hinter sich. Doch die wohl spannendste Erfahrung hat der 15-Jährige gerade erst gemacht. Der Gymnasiast durfte seine Erfindung vor laufenden Kameras vorstellen.

Schon bald werden der Schüler und seine intelligente Arbeitslampe einem breiten Publikum bekannt sein. Benedikt Veit ist nämlich in der neuen Staffel der ProSieben-Show „Das Ding des Jahres“ zu sehen. Darin geht es um Sachen, die das Leben einfacher, schöner oder interessanter machen. Der Schüler des Ernst-Sigle-Gymnasiums hat sich sehr gefreut, bei der Show mitmachen zu dürfen. „Die Chance, seine Erfindung im Fernsehen zu präsentieren und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, bekommt man nicht jeden Tag. Bei einem Wettbewerb sind es nur kleine Gruppen, die Show sieht ein Millionenpublikum“, sagt der 15-Jährige. Die Aufregung vor den Kameras hielt sich bei ihm in Grenzen. „Nervös war ich hinter der Bühne, kurz vor dem Auftritt“, sagt er.

Pro Sendung stellen zehn Erfinder in fünf Zweier-Duellen ihre „Dinge“ vor. Der Schüler ist bei der ersten Jugend-Ausgabe der Show dabei, in der Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren ihre Erfindungen präsentieren. Auch bei dieser Version dürfen die Zuschauer entscheiden, welche Erfindung sie nützlicher finden. Jeder junge Teilnehmer erhält ein neues Tablet und für den Sieger der Jugend-Duelle gibt es eine Ausbildungsförderung in Höhe von 5000 Euro.

Benedikt Veit tritt in der Show gegen einen Schüler aus Ertingen im Landkreis Biberach an. Und mit was will er im Duell punkten? Der 15-Jährige hat eine Arbeitsleuchte entwickelt, die nicht wie eine gewöhnliche Lampe arbeitet. Sie bewegt sich anhand eines speziellen Senders am Handgelenk und leuchtet immer den Bereich ideal aus, in dem man gerade arbeitet – ohne zu blenden. Seine Erfindung ist ein Roboter, der sich auf zwei Achsen bewegen kann und sich aus Lego-Teilen zusammensetzt. Er kann die Hand lokalisieren und richtet demnach den Strahl einer Lampe aus. Dazu muss am Handgelenk ein Infrarotsender befestigt werden, ähnlich wie bei einer Armbanduhr. Das sei unter anderem für Handwerker oder Mechaniker praktisch, die unter dem Auto arbeiten und hin- und her rutschen müssen. „Sie müssen meist ihre Lampe halten und haben nur eine Hand frei. Oder man wird von der Lampe geblendet. Ich wollte eine kompromisslose Lösung schaffen“, erklärt der Jugendliche. Die Lampe könne in alle Richtungen schwenken.

Der Schüler, der in seiner Freizeit drei Musikinstrumente spielt, ist generell sehr interessiert an Elektronik und deren Funktionsweise. Das Programmieren und Basteln an neuen Erfindungen gehört zu seinen Hobbys. „Ich baue gerne Dinge, gerne mit Lego, vor allem Maschinen, Fahrzeuge und kleine Roboter“, sagt der 15-Jährige. Dabei kam ihm auch die Idee zur Arbeitslampe: „Wenn ich abends baue, habe ich oft das Problem, dass es zu dunkel ist. Dann muss ich meine Tischlampe einschalten, weil die Deckenlampe zu grell ist, und sie oft umjustieren.“

Fast ganz alleine hat der Kornwestheimer an der intelligenten Leuchte gearbeitet. Juror Hans-Jürgen Moog zeigte sich von dem Ergebnis begeistert. „Ich bin sprachlos, dass man in 20 Stunden etwas so Intelligentes programmieren kann.“ Letztendlich galt es für Benedikt Veit allerdings, vor allem das Publikum mit seiner Erfindung zu überzeugen. Ob es mit dem Sieg geklappt hat, erfahren die Zuschauer erst in Kürze. So oder so war es für den Schüler eine Erfahrung: „Ich habe mich darauf gefreut, zu sehen, wie es bei einer so großen Sendung backstage abläuft. Besonders interessant war für mich, welches Equipment genutzt wird.”

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