Kornwestheim Kaum Unwetterschäden in Kornwestheim

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Ein Baum landete auf einem Auto. Foto:  

Kornwestheim - Für Kornwestheim ist das Unwetter in der Region einigermaßen glimpflich ausgegangen. Das bestätigte die Kornwestheimer Freiwillige Feuerwehr auf Nachfrage unserer Zeitung. Zu vollgelaufenen Kellern oder überfluteten Straßen mussten die Ehrenamtlichen demnach am Samstag im Stadtgebiet nicht ausrücken. Einsätze hatten die Kornwesteimer Feuerwehrleute dennoch zu bewältigen.

Wohl aufgrund des aufgeweichten Erdreiches riss der Wind in der Roßbergstraße einen Baum um, dieser fiel auf ein Auto. „Wir mussten dorthin fahren und ihn entfernen“, sagte Peter Schraud, der Sprecher der Kornwestheimer Freiwilligen Feuerwehr. Das Fahrzeug sei seines Wissens nach aber nicht übermäßig stark beschädigt worden.

Schlimmer war die Situation nordöstlich von Kornwestheim, wo nach Polizeiangaben einige der Unwetter-Schwerpunkte im Landkreis Ludwigsburg lagen. Es wurden Straßen überflutet und Keller liefen voll (siehe auch Seite V).

Die Ortsdurchfahrten in Affalterbach und in Remseck-Hochdorf mussten jeweils für mehrere Stunden für den Durchgangsverkehr gesperrt bleiben – ebenso die Landesstraße zwischen Affalterbach und Winnenden, diese war zeitweise ebenfalls in Teilen überflutet. Die Kreisstraße zwischen Hochdorf und Affalterbach war so stark von Geröll und Schlamm überzogen, dass sie mindestens bis Montag gesperrt bleibt.

Auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ereigneten sich mehrere Verkehrsunfälle infolge des Aquaplanings durch Starkregen.

Nach Hochdorf rückte die Kornwestheimer Feuerwehr am Samstag dann ebenfalls aus, um Überlandhilfe zu leisten – sprich Rettungskräfte hinter der eigenen Gemarkungsgrenze zu unterstützen. Die Kornwestheimer Ehrenamtlichen transportierten laut Peter Schraud mit einem Ladefahrzeug technische Geräte und Aufbauten zum Hochwasserschutz von Aldingen nach Hochdorf.

Gut in Erinnerung sind vielen Kornwestheimer übrigens noch die schweren Unwetter im Juni vergangenen Jahres. Damals erwischte es Kornwestheim und auch Pattonville binnen weniger Tage zweimal heftig. Untergeschosse von Häusern liefen voll, Straßen wurden unpassierbar. Der Kornwestheimer Moldengraben bekam soviel Starkregen ab, dass die Stadt sogar in der Folge beschloss, das Gelände modellieren und Erdwälle zum Schutz von Gebäuden zu errichten.

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