Kornwestheim Keine Kirbe, keine Kornwestheimer Tage

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50 Luftballons steigen erst 2022 in die Höhe. Foto: Archiv

Kornwestheim - Kaum war er ins neue Amt als Vorsitzender des Stadtausschusses für Sport und Kultur gewählt, da durfte sich Oliver Hicking auch schon über seinen ersten Erfolg freuen: Die Chöre dürfen künftig im Rathausfoyer proben. Das sagte ihm Oberbürgermeisterin Ursula Keck zu, nachdem der 47-Jährige von den Problemen der Singgemeinschaften berichtet hatte, in Corona-Zeiten Örtlichkeiten für die Probenarbeit zu finden. Und sie freue sich, so die OB, die Gast der Jahreshauptversammlung des Stadtausschusses für Sport und Kultur war, wenn sie an Übungsabenden auch einmal teilnehmen dürfe. Was die beiden Kornwestheimer Männerchöre, der MGV und der Liederkranz, dazu wohl sagen. . .

Andere Probleme, die bei der Versammlung des Dachverbandes im Festsaal des K angesprochen wurden, lassen sich nicht im Handumdrehen lösen. Entschieden ist mittlerweile, dass es in diesem Jahr keine Kornwestheimer Tage geben wird. Es gab Pläne, die im Juni ausgefallene Vereinssause im September nachzuholen. Daraus wird nichts. „Wir sind eine Großveranstaltung“, erläuterte der neue Vorsitzende Oliver Hicking. Und die seien bis zum 31. Oktober verboten. Die 49. Kornwestheimer Tage werden am 12. und 13. Juni des nächsten Jahres stattfinden. „Wir werden dann mit der Fußball-Europameisterschaft kollidieren“, kündigte Hicking an. Für den 28. und 29. Mai 2022 sind die 50. Kornwestheimer Tage terminiert. Der Fußball kann dann nicht stören: Die Weltmeisterschaft findet erst zum Jahresende in Katar statt. Die Kornwestheimer Tage 2019 hatten übrigens mit einem Minus von rund 2500 Euro abgeschlossen. Ein Sponsor war kurzfristig abgesprungen. Abgesagt worden ist mittlerweile auch das Stadtgartenfest des Stadtausschusses.

Auch die Kirbe wird 2020 nicht stattfinden. Das verkündete die Stadt gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Ob es einen verkaufsoffenen Sonntag gebe, das liege in der Entscheidung des Bundes der Selbstständigen, so die Stadt Kornwestheim. Was den Weihnachtsmarkt betrifft, wollte sich Oberbürgermeisterin Ursula Keck noch nicht festlegen. „Wir sind in Wartestellung“, sagte sie den Delegierten des Stadtausschusses bei der Hauptversammlung.

In deren Mittelpunkt standen die Neuwahlen. Nach zehn Jahren an der Spitze des Dachverbandes kandidierte Walter Specht nicht mehr. Seine Nachfolge tritt Oliver Hicking an, bisher Kassier des Stadtausschusses. Der Produktmanager für Software kommt aus dem Kornwestheimer Akkordeonorchester, wo er sich gleichfalls um die Finanzen kümmert. Er wolle etwas bewegen, sagt der gebürtige Kornwestheimer, der mit seiner Familie mittlerweile in Pleidelsheim lebt. Als vorrangige Aufgabe sehe er es an, Nachwuchs für die Vereine zu gewinnen. Die Stadtausschuss-Kasse verantwortet künftig Elke Graf, zu ihrer Stellvertreterin wählten die Delegierten Maike Sonnenberg. Zwei Schriftführerin ist Eva-Cristina Zava, als Beisitzer fungiert Sascha Magerl. Ein neuer Verein ist zum Verband gestoßen: „Ahepa BW Friedrich Schiller“. Sein Ziel ist es, griechische Einwanderer zu unterstützen und die griechische Kunst und Kultur zu fördern.

Oberbürgermeisterin Ursula Keck würdigte in ihrem Grußwort den Stadtausschuss als Garanten für Beständigkeit und lobte die Kreativität, mit denen die Vereine auf die Corona-Einschränkungen reagiert hätten. Sie hoffe, dass nach den Sommerferien die eine oder andere Veranstaltung wieder stattfinden könne.

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