Kornwestheim Kitas nähern sich dem früheren Alltag an

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Bitte auftanken: Die Fahrzeuginhaber kehren in Kürze zurück. Foto: dpa/Christoph Soeder

Kornwestheim - Zurück zum regulären Betrieb, aber irgendwie doch nicht. Vom kommenden Montag, 29. Juni, an dürfen wieder Mädchen und Jungen die städtischen Kindertageseinrichtungen besuchen. Bei einem Pressegespräch am Donnerstag stellte Oberbürgermeisterin Ursula Keck allerdings klar: „In absehbarer Zeit wird es keinen Regelbetrieb wie vor Corona geben.“ Auf Kinder und Eltern kommen einige Änderungen zu.

Wie werden die Kinder in den Einrichtungen betreut?

Im normalen Regelbetrieb wurden Mädchen und Jungen entweder sechs oder siebeneinhalb oder zehneinhalb Stunden betreut. Ab dem 29. Juni bis zur Sommerpause können die Kinder nur sechs oder siebeneinhalb Stunden in den Einrichtungen bleiben. Der Grund: Bis auf weiteres sollen die Mädchen und Jungen in festen Gruppen bleiben und nicht – wie vor der Pandemie – in den Randzeiten wie beispielsweise zum Frühstück mit wechselnden Erzieherinnen und Erziehern. Diese Trennung sei wichtig und gelte überall, also auch auf dem Außengelände und in allen Räumen, erklärte Keck. Diese Vorsichtsmaßnahme bedingt allerdings einen höheren Personaleinsatz, wie Birgit Scheurer, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Bildung, vorrechnet. Zwar wird die Kurzarbeit an den Kitas mit dem Stichtag 29. Juni beendet. Andererseits ist es aber so, dass 20 Erzieherinnen, also rund zehn Prozent der Mitarbeiterschaft, aufgrund von Vorerkrankungen derzeit nicht arbeiten können. In der Summe reiche es auch nicht aus, dass das Land den Kitas zugebilligt habe, in dieser besonderen Situation 20 Prozent weniger Personal als sonst üblich einzusetzen. Deshalb müssten die Betreuungszeiten reduziert werden, erklärt Scheurer.

Was müssen die Eltern außerdem noch beachten?

Erziehungsberechtigte dürfen die Kitas weiterhin nicht betreten. Sie müssen ihr Kind im Außenbereich der Einrichtungen abgeben. Das gilt auch für die Eingewöhnung neuer Kinder, die nun zwar wieder möglich ist, aber unter veränderten Bedingungen: Auch in solchen Fällen dürfen sich Vater und Mutter nicht wie sonst üblich in räumlicher Nähe aufhalten. Darüber hinaus müssen die Eltern aller Kinder ein Formular ausfüllen, auf dem sie bestätigen, dass ihr Sohn oder ihre Tochter gesund ist.

In den Ganztagseinrichtungen erhalten alle Mädchen und Jungen ein Mittagessen. Nicht angeboten wird in diesem Jahr der Ferienkindergarten, weil es sonst zu einer Durchmischung von Kindern aus unterschiedlichen Einrichtungen kommen würde.

Auch auf pädagogischer Ebene gibt es einige Veränderungen. In dem Bereich werde nun eine „Rolle rückwärts“ gemacht, bedingt durch die durch die Pandemie bedingten Einschränkungen. Die Elternarbeit, die sonst ein großer Pfeiler sei, müsse zurückgefahren werden. Und wegen der Trennung der Gruppen müssten auch die übrigen pädagogischen Konzepte angepasst werden. „Wir möchten umsichtig agieren. Die Situation verlangt allen viel ab“, sagte Scheurer.

Wie sieht es mit den Gebühren ab Juli aus?

Vom kommenden Monat an werden die Elterngebühren von der Stadt wieder abgebucht. Wenn ein Kind aus medizinischen Gründen die Kita nicht besuchen kann, kann bis zum 13. Juli ein ärztliches Attest eingereicht werden. Dann werden die Gebühren erlassen. Das gilt auch für den Fall, dass der Kitaplatz gekündigt wird. Ansonsten wird die Gebühr fällig. Für Eltern, die sonst für zehneinhalb Stunden Betreuung aufkommen müssen, reduziert sich die Gebühr anteilig.

Und was ist mit der Betreuung in den Grundschulen?

Mit dem kommenden Montag findet der Vormittagsunterricht wieder an allen Grundschulen in allen Klassenstufen statt. Auch die kostenpflichtigen städtischen Betreuungsangebote können dann wieder wahrgenommen werden. Eltern können wählen zwischen der Früh-, der Mittags- und der Spätbetreuung. Einzelne Zeiten können allerdings im Gegensatz zu früher abweichen. An der Silcherschule, der Schillerschule und der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule können Ganztagskinder zusätzlich an drei Nachmittagen bis 15.30 Uhr betreut werden. An den drei Schulen gibt es von Montag an wieder ein Mittagessen. Eine Ausnahme bildet die Eugen-Bolz-Schule, wo es weder Nachmittagsunterricht noch Mittagessen geben wird. Montags bis freitags kann aber die städtische Spätbetreuung genutzt werden.

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