Kornwestheim Kommunale Testzentren öffnen am Freitag

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In zwei neuen kommunalen Testzentren können sich die Kornwestheimer bald per PoC-Schnelltest auf Covid-19 testen lassen. Foto: dpa/Kira Hofmann

Kornwestheim - Seit Anfang der vergangenen Woche können sich Bürgerinnen und Bürger bundesweit mindestens einmal die Woche kostenfrei auf Corona testen lassen. In Kornwestheim solle das bald auch in eigenen kommunalen Testzentren gehen, verkündete die Stadt am Dienstagnachmittag. Mit diesem Angebot ergänzt die Stadtverwaltung eine Teststrategie, die auf viel Dezentralität setzt – und dies auch weiterhin soll. Unter den städtischen Mitarbeitern, den Kindertagesstätten und Schulen wird bereits großflächig getestet, dort wurden jeweils einige Mitarbeiter geschult, die die Testung beaufsichtigen und durchführen.

Für alle anderen Kornwestheimer gibt es von Freitag an weitere Anlaufstellen für die Corona-Schnelltests. Dann sollen zwei kommunale Testzentren eröffnen: eine auf dem Grünstreifen zwischen dem Kimry-Turm und der Feuerwache, die montags und freitags von 14 bis 18 Uhr öffnen wird, eine weitere entsteht auf dem Rewe-Parkplatz auf dem Salamander-Areal, die donnerstags und freitags ebenfalls von 14 bis 18 Uhr geöffnet hat.

Betrieben werden die Teststellen nicht von der Stadt alleine. Der Standort im Osten wird von der Stern-Apotheke im Kimry-Turm geleitet, der Standort auf dem Salamander-Areal von der Johannesapotheke. Die Stadt stellt Container zur Verfügung, die am Mittwoch geliefert werden sollen, sowie den Strom- und Internetanschluss. Die Organisation vor Ort und die Abrechnung über die Kassenärztliche Vereinigung übernehmen die Apotheken.

Wer sich testen lassen möchte, muss vorher einen Termin über die Webseite der Stadt oder der beiden Apotheken vereinbaren. Die Ergebnisse des Tests werden im Anschluss per Mail versandt. Ist jemand positiv, wird automatisch das Gesundheitsamt verständigt.

Um das Apothekenpersonal bei den Testungen zu unterstützen, habe man sich außerdem an den SV Kornwestheim gewandt, berichtet Michael Siegel, der Leiter der Abteilung Recht, Sicherheit und Ordnung bei der Stadt. Im Verein haben sich bisher 14 Ehrenamtliche gefunden, die für die beiden Testzentren administrative Aufgaben wie die Terminvergabe und die Auswertung der Test durchführen werden. „Den Abstrich im vorderen nasalen Bereich übernimmt aber das geschulte Personal der Apotheken“, betont Siegel.

Er fügt außerdem hinzu, dass das Angebot nicht in Stein gemeißelt sei. Je nach Nachfrage sei etwa für den Salamander-Standort auch noch eine Öffnung am Samstag möglich. „Man muss auf Sicht fahren.“

Eine großflächige Teststrategie sei ein wichtiger Baustein in der Verhinderung von Infektionen, sagt Oberbürgermeisterin Ursula Keck. „Das Testangebot muss möglichst dezentral und niedrigschwellig sein.“ Deshalb sei es auch wichtig, dass nicht nur in den beiden Testzentren, sondern auch weiterhin in Kindergärten und Schulen getestet wird. In letzteren war ein Schnelltest bisher nur für die Lehrkräfte verfügbar. Im Laufe der kommenden Woche sollen auch Schülerinnen und Schüler getestet werden. Dazu besprach sich die Verwaltungsspitze gemeinsam mit den Schulleitungen.

Wie auch in den Testzentren sorgt die Stadt für die nötige Infrastruktur – sie will die Testkits bestellen, Ehrenamtliche für die Durchführung der Tests schulen und deren Aufwandsentschädigung abrechnen. Wie genau die Tests an den Schulen organisiert werden, entscheiden die Schulleitungen selbst. „Sie kennen ihre Schüler am besten“, erklärt Ursula Keck. Sie betont außerdem noch einmal, dass das Testangebot für die Schüler ebenso auf Freiwilligkeit beruhe wie bei allen anderen Bürgerinnen und Bürgern. Außerdem hofft sie, dass einige Eltern als Testerinnen und Tester für die Schulen gewonnen werden könnten.

„Natürlich hat jeder Sorge, wie sich die Situation entwickelt“, sagt die Oberbürgermeisterin abschließend. Wichtig sei deshalb eine hohe Testquote. Für diese soll mit dem breiten Testangebot nun gesorgt werden.

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