Kornwestheim Kornwestheim-App ist bald verfügbar

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Stephan Romhart von der Designagentur und OB Ursula Keck präsentierten die neue Internetseite. Foto: Anne Rheingans

Kornwestheim - Wer sich früher an den PC gesetzt hat, greift heute oft zum Smartphone. Wer nur zu Hause im Internet gestöbert hat, surft inzwischen auch unterwegs. Das Nutzungsverhalten vieler Menschen hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Darauf will die Stadt reagieren. Zusammen mit der Kreisform GmbH, einer Werbe- und Designagentur, hat sie mehrere Ideen entwickelt, um die Bürger der Stadt besser zu erreichen und ihr Interesse zu wecken. „Wir wollen, dass unsere Informationen angenommen werden“, sagte Oberbürgermeisterin Ursula Keck bei einem Pressegespräch.

Erstmals wurde an einer städtischen App gearbeitet. Darin sollen Infos kurz und kompakt dargestellt werden. Zu finden sind dort beispielsweise Veranstaltungshinweise, nützliche Kontakte und Adresse, eine Karte mit Stadtrundgang und Pressemitteilungen der Stadt. Als ganz neue und zusätzliche Funktion soll darin ein Mängel- und Schadensmelder integriert sein – sozusagen die digitale Version der „Blauen Karte“. Wem in der Stadt etwas auffällt, um das sich die Verwaltung kümmern sollte, kann über die App künftig ein Foto, GPS-Daten und andere Angaben ans Rathaus versenden. Dann wird das Anliegen geprüft. „Derzeit befinden wir uns mit der App auf der Zielgeraden“, erklärt Stadtsprecherin Caroline Schaal. In den nächsten ein bis zwei Monaten soll die Anwendung fürs Smartphone in den gängigen App-Stores von Apple und Google verfügbar sein.

Für Ursula Keck ist die neue App ein „wichtiger Teil der Bürgerbeteiligung“ und gut geeignet, um kurze, schnelle Infos auf einfache Weise zu kommunizieren. Als Zielgruppe sind die eher jüngeren Einwohner anvisiert. Die Kornwestheimerin Oberbürgermeisterin weist darauf hin, dass ein solcher Wunsch bereits von Jugendlichen an die Stadt herangetragen wurde. Für die App sollen die Inhalte entsprechend modern und knackig formuliert aufbereitet werden.

Nach fünf Jahren wurde jetzt auch gemeinsam mit der Agentur die Internetseite der Stadt komplett erneuert. Sie ist seit Neustem online. Der bisherige Auftritt war nicht mehr anwenderfreundlich genug. Auf mobilen Geräten wurde die Seite unübersichtlich dargestellt. Die Navigation war umständlich, das Design veraltet. Zudem sei der Internetauftritt der Stadt zu sehr aus der Perspektive der Verwaltung und nicht aus der der Bürger konzipiert gewesen, erklärt Keck.

Wegen des grafischen Leitsystems und eines einfacheren Aufbaus sollen sich die Nutzer auf der Internetseite nun besser zurechtfinden und Lust bekommen länger zu verweilen. Beliebte Themen wie der Bürger-Service, Veranstaltungshinweise und die Suchfunktion sind nun prominent auf der Startseite zu finden. Inhalte wurden entschlackt und aktualisiert. Um mehr Barrierefreiheit zu erreichen, können Schriftgröße und Kontrast verändert werden. Neu ist außerdem auch, dass Service-BW, das Portal für Verwaltungsdienstleistungen des Landes und der Kommunen in Baden-Württemberg, jetzt mit der städtischen Internetseite verknüpft ist.

Die Überarbeitung der Seite hat die Stadt rund 40 000 Euro gekostet. 15 000 bis 30 000 Nutzer besuchen den Internetauftritt durchschnittlich im Monat. Nun während der Corona-Pandemie seien die Informationen der Stadt im Internet besonders gefragt, sagt Caroline Schaal. Das neuartige Virus ist auch der Grund, weshalb die Umstellung kurzfristig verschoben wurde. Eigentlich sollte die neue Internetseite bereits im April oder Mai starten.

Zusammen mit der Agentur arbeitet die Stadt Kornwestheim daran, ein neues Design mit großem Wiederkennungswert für die Stadt zu schaffen. So soll das städtische Logo, das Wappen mit den sieben Ähren, modernisiert werden. Aus Vertretern der Fraktionen des Gemeinderates und der Agentur wurde zu diesem Zweck eine Arbeitsgruppe gegründet. Sie ist noch mit der Umsetzung des Projektes beschäftigt. In diesem Zusammenhang soll auch der bisherige Styleguide, das Designhandbuch für Präsentationen, Broschüren und sonstige Medien der Stadt, überarbeitet werden.

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