Kornwestheim Kornwestheim bekommt eine Bürger-App

Von
Die neue Internetseite samt Logo im aktuellen – noch nicht finalen – Arbeitsstatus. Foto: z

Kornwestheim - Für Oberbürgermeisterin Ursula Keck ist es bereits der dritte Vorgang dieser Art während ihrer Amtszeit in Kornwestheim. Erneut soll der Internetauftritt der Stadt aktualisiert werden. Im vergangenen Jahr hatte der Gemeinderat die Designagentur Kreisform aus Esslingen damit betraut, die Seite neu zu gestalten. 30 000 Euro waren dafür schon im vergangenen Jahr in den Haushalt eingestellt, 40 000 Euro sind es anno 2020.

Die neue Internetseite soll einerseits modern und frisch gelayoutet daherkommen, technisch auf Stand sein und mit überarbeiteter Navigation punkten. „Jeder Fachbereich bekommt eine Farbe zugewiesen, das wird übersichtlich“, ist Keck überzeugt und nennt ein Beispiel: Der Fachbereich Kultur und Sport wird voraussichtlich mit einer roten Farbe kommuniziert. Das passt, findet die OB. „Schließlich ist auch die Farbe unseres Kultur- und Kongresszentrums rot.“ Auch werde die neue Internetseite für verschiedene Geräte optimiert, damit sie auch auf den Bildschirmen von Handy- und Tabletnutzern gut dargestellt wird.

Von den Mitteln wird indes längst nicht nur die Homepage der Stadt aufgefrischt. Auch zwei weitere digitale und designtechnische Maßnahmen finanziert Kornwestheim damit. Zum einen wird auch das städtische Logo überarbeitet, das oben auf der Internetseite zu sehen ist, beispielsweise aber auch Briefe und Plakate ziert. Auch hier ist die Agentur Kreisform aktiv, zugleich aber gibt es einen Arbeitskreis, zu dem neben Keck und der städtischen Pressesprecherin Caroline Schaal noch Vertreter der Gemeinderatsfraktionen gehören. Die Überarbeitung des Logos hat dabei ebenfalls nicht nur Layout-Gründe, sondern auch technische. Das Stadtsymbol ist in derzeitiger Form relativ breit und statisch, es soll ebenfalls auf verschiedenen Bildschirmen funktionieren. Wie es aussehen wird? Das ist noch nicht klar. Vermutlich werde die Ähre als bedeutendes Kornwestheimer Symbol aber in der Grafik beibehalten, betont Ursula Keck. Denn: „Es geht bei einem solchen Logo um Identifizierbarkeit mit der Stadt und Aussagekraft, auch um Wiedererkennbarkeit.“ Der Rathauschefin macht es Spaß, sich mit den gestalterischen Themen auseinanderzusetzen.

Zum zweiten plant die Stadt Kornwestheim eine Bürgerapp für Mobiltelefone. Diese soll zunächst städtische Informationen weitergeben, wie sie auch auf der Internetseite zu finden sind. In weiteren Schritten – es ist noch nicht genau klar, wann welcher vollzogen wird – soll die Kornwestheimer Handyapp aber darüber hinaus weitere Funktionen erhalten. Virtuelle Stadtrundgänge sollen beispielsweise implementiert werden und die Möglichkeit, über QR-Codes, die in Kornwestheim bereits jetzt teils im öffentlichen Raum angebracht sind, Informationen aufzurufen. „Ein virtueller Stadtspaziergang durch das Alte Dorf könnte beispielsweise bald Wirklichkeit werden“, sagt Keck. Auch digitale Bürgerbeteiligung liegt in der nahen Zukunft im Bereich des Möglichen. Da könnte man städtische Themen über die App diskutieren oder Umfragen machen. Keck hält solche Technik gerade mit Blick auf Jugendbeteiligung für wichtig.

Wie geht es nun weiter? In den kommenden Wochen werden in der Agentur und der Arbeitsgruppe weitere Details geklärt. Am 1. April soll dann die neue Internetseite samt Logo online gehen. Und auch die App soll um diesen Termin herum zur Verfügung stehen – so alles läuft, wie geplant.

Artikel bewerten
1
loading
 
 

Sonderthemen