Kornwestheim Kornwestheim hat jetzt ein „Sportbad“

Von
Der neue Eingang des Alfred-Kercher-Bades. Foto: Mateja fotografie

Kornwestheim - Für Samstag, 18. Januar, laden die Stadtwerke zum „Sporttag“ ins Alfred-Kercher-Bad ein – von 10 bis 18 Uhr. Unter anderem sind Showspringer zu Gast, es gibt Aqua-Kurse und ein Gewinnspiel. Grund für die „Wiedereröffnung“: Das Alfred-Kercher-Bad ist jetzt ein Sportbad.

Warum ist das Alfred-Kercher-Bad jetzt ein Sportbad?
Die Stadtwerke Ludwigsburg/Kornwestheim (SWLB) betreiben insgesamt fünf Schwimmbäder, das Alfred-Kercher-Bad ist eines davon. Um die Bäder besser zu entwickeln und auch vermarkten zu können, erhält jedes Bad nun ein eigenes Profil. So wird das Hallenbad in Ludwigsburg als Erlebnisbad angepriesen – und das Alfred-Kercher-Bad wird eben zum Sportbad. Dass das gut passt, betont die Kornwestheimer Oberbürgermeisterin Ursula Keck. Regelmäßig finden im Alfred-Kercher-Bad Sportveranstaltungen wie Sprungwettbewerbe oder der Triathlon der Skizunft statt. Es sei außerdem ein Schwerpunkt für Rehasport und Familiensport, betont die OB, die auch die Bedeutung des Schwimmunterrichtes hervorhebt und als Beispiel nennt, dass ein Bus mit Schülern der Eugen-Bolz-Schule das Bad regelmäßig ansteuert. „Es ist wichtig, dass Kinder die Möglichkeit hier vor Ort haben schwimmen zu lernen“, so Keck. Dank des schärferen Profils sollen die – aktuell leicht rückläufigen – Besucherzahlen stabilisiert, später erhöht werden, ergänzt Christian Schneider, Geschäftsführer der Stadtwerke. Sie liegen zur Zeit bei rund 120 000 Personen im Jahr.

Was ist neu im extra sportlichen Alfred-Kercher-Bad?
Zunächst einmal ist das neue Profil klar erkennbar: „Sportbad“ steht nun über dem Eingang in Richtung Umkleiden und auf Scheiben im Badebereich. Die Künstler Art-Efx aus Potsdam haben zudem Graffiti von Schwimmern im Empfangsbereich an die Wände gesprüht. Es gibt neue Startblöcke, Fitnessgeräte, Wimpelmarkierungen für Rückenschwimmer („Rückenleinen“) und neue Sprungbretter, wie Adrienne Lugasi, die Leiterin des Bades, und Silvia Capalija, die stellvertretende Betriebsleiterin Bäder der Stadtwerke, berichten.

Also wurde das Hallenbad in nur wenigen Wochen zum Sportbad?
Ganz so ist es nicht. Generell haben die Stadtwerke in den vergangenen Jahren viel Arbeit in das Alfred-Kercher-Bad gesteckt. So wurden Filter saniert, Mess- und Regeltechnik auf Stand gebracht und vieles mehr. An die drei Millionen Euro hat das bislang gekostet – mit Mitteln der Stadt. Die Stadtwerke betreiben das Bad zwar, aber die Stadt finanziert es mit einem Zuschuss von jährlich rund 800 000 Euro.

Was hat es mit den schicken neuen Armbändern auf sich?
Teil des Sportkonzeptes sind auch die so genannten Swimtagger, die nun im Alfred-Kercher-Bad ausgeliehen werden können. Mit diesen digitalen Armbändern können Sportschwimmer ihre Bewegungen aufzeichnen, ihre Leistungen messen und sich sogar mit tausenden Schwimmern europaweit vergleichen und online in „Herausforderungen“ gegen diese antreten.

Und wie geht es nun weiter?
Eigentlich ist nur Halbzeit. Dass bis 2024 weitere rund 3,2 Millionen Euro ins Alfred-Kercher-Bad fließen sollen, berichtet Christian Schneider. Unter anderem soll davon der Empfangsraum davon weiter und der Außenbereich neu gestaltet werden. Außerdem will man an das Thema Zufahrten ran.

Artikel bewerten
3
loading
 
 

Sonderthemen