Kornwestheim Kornwestheim ist kein Punktelieferant

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Oldtimer-Show auf dem Marktplatz: Derzeit wäre das noch nicht erlaubt. Aber der MSC Ludwigsburg gibt die Hoffnung nicht auf. Foto: Peter Mann

Kornwestheim - Seine Jahreshauptversammlung hat der MSC jüngst auf schriftlichem Wege durchgeführt. Dem kann der Vorsitzende Peter Hilcher durchaus positive Seiten abgewinnen. Die Berichte der einzelnen Abteilung lägen in schriftlicher Form vor und die Mitglieder könnten sich in aller Ruhe über die Situation im Verein informieren. Auch die Wahlbeteiligung von 50 Prozent könne sich sehen lassen, sagt Hilcher. Aber ansonsten leide das Vereinsleben sehr darunter, dass persönliche Treffen nicht möglich seien.

Der Kreidler-Slalom, der für den 16. Mai vorgesehen war, wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein weiteres Mal nicht stattfinden, Young- und Oldtimertreffen auf dem Marktplatz sind nicht möglich. Vereinsabende, bei denen es um Neues von alten Autos geht, dürfen nicht stattfinden. „Unser Rennauto“, berichtet Hilcher, „steht fertig gerichtet da: Man muss sich nur reinsetzen, den Schlüssel umdrehen und zum Sieg fahren.“ Aber wo, sind doch alle Wettbewerbe für die nächste Zeit abgesagt. Alle?

Nein, einer findet doch statt, der vermutlich nicht die Herzen der Motorsportler höher schlagen lässt, aber dazu beiträgt, dass die Verbundenheit zum Verein erhalten bleibt. Zum zweiten Mal richtet der MSC den Coup de Ländle aus. Die Regeln sind ganz simpel: Die Teilnehmer sollen bis zum 31. Oktober 14 Städte anfahren, deren Anfangsbuchstaben zusammen das Wort Hockenheimring ergeben. Am Ortseingangsschild wird ein Foto samt Pkw gemacht, 14 Bilder müssen also später eingeschickt werden. Ob sie in Baden-Württemberg entstehen, in Hamburg, Osterode oder Gelsenkirchen, das ist völlig gleich. Um den Sieg einzufahren, empfiehlt es sich aber Orte auszuwählen, die andere nicht auf ihrer Liste haben. Denn: Je seltener eine Stadt von den Teilnehmern angefahren wird, umso mehr Punkte gibt’s dafür. Wie bei „Stadt, Land, Fluss“.

Kornwestheim dürfte, weil’s eine der Städte ist, in denen besonders viele MSC-Mitglieder leben, also nicht zum Punktelieferanten werden. Die Sieger können ihre Preise am Ende bei Peter Hilcher in der Werkstatt in Bietigheim-Bissingen abholen. „Damit“, sagt der Vorsitzende, „gibt es wenigstens ab und zu mal Kontakte.“

Durften im vergangenen Jahr beim Coup de Ländle nur Besitzer von Young- und Oldtimern mitmachen, so hat der MSC in diesem Jahr den Wettbewerb auch für Autos jeglichen Alters geöffnet. Oder wie es Peter Hilcher formuliert: „Teilnehmen dürfen auch Fahrzeuge, die in 25 Jahren Youngtimer sind.“ Der Vorsitzende hofft, damit auch junge Leute, die noch nicht über einen älteren Wagen verfügen, für den MSC Ludwigsburg gewinnen zu können. Wobei er aber auch froh darüber ist, dass trotz des abgespeckten Vereinsprogramms alle Mitglieder dem MSC die Treue gehalten haben. ausgerichtet wird.

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