Kornwestheim Land gibt Geld für den Neubau

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Die Große Pflugfelder Brücke soll – vielleicht ab April 2023 – neu gebaut werden. Foto: Mateja fotografie

Kornwestheim - Mehr als zehn Millionen Euro soll die Stadt Kornwestheim aus dem Straßenbau-Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg für den Neubau der Pflugfelder Brücke erhalten. Wie das Verkehrsministerium nun mitteilte, zeige sich „großer Bedarf“ bei der Modernisierung von Brücken. Ergo steckt das Land, und davon profitiert wohl auch Kornwestheim, eine Menge in die maroden Bauwerke. Insgesamt hat das Ministerium 78 neue Investitionsprojekte – darunter eben die Pflugfelder Brücke – in sein Förderprogramm aufgenommen, stellt für Brücken und Straßen bis zum Jahr 2025 nun 660 Millionen Euro bereit. Die Stadt muss noch einen Förderantrag stellen und dann auf den offiziellen Bescheid warten. Sobald er vorliegt, ist definitiv besiegelt, dass das Geld kommt.

Die Kornwestheimer Finanzbürgermeisterin Martina Koch-Haßdenteufel zeigte sich erfreut über das Finanzierungsversprechen des Landes. Sie bezeichnete es als „äußerst positives Signal“. Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat beschäftigten sich schließlich bereits seit einigen Jahren mit der mehr als 100 Jahre alten Großen Pflugfelder Brücke und den Planungen für ein Ersatzbauwerk, ergänzte Koch-Haßdenteufel. In der Tat ist das Thema Pflugfelder Brücke kein neues. Dass das stark in die Jahre gekommene (Baujahr: 1917) Bauwerk über die Rangierbahnhofgleise im Nordwesten eine Generalüberholung benötigt, hatte sich schon länger abgezeichnet.

Bauwerk hat funktionale Schwächen

Ab Ende 2018 hatte sich dann zusätzlich herauskristallisiert, dass ein Neubau aus Kornwestheimer Sicht besser wäre als eine aufwendige Sanierung – zumal es für ein komplett neues Bauwerk eben Landessanierungsmittel gibt. „Aufgrund der funktionalen Schwächen des Bauwerks, die sich nicht mittels einer Sanierung beheben lassen, wäre hierfür keine Förderung zu erwarten gewesen“, erläutert Dirk Maisenhölder, der Kornwestheimer Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Grünflächen. In ihrer Sitzung im Oktober hatten die Stadträte im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) ergo beschlossen, die Fördermittel für den Neubau beim Land zu beantragen. Insgesamt wird der Brückenneubau inklusive Planung und Abbruch rund 18,5 Millionen Euro kosten – die Stadt wird also durchaus einige Millionen selbst beisteuern müssen. Die neue Pflugfelder Brücke wird an gleicher Stelle entstehen, sie soll extra breit werden: Statt der vorhandenen sieben Meter soll das ungefähr 190 Meter lange und zweigeteilte Bauwerk 10,5 Meter und damit ungefähr eineinhalbmal so breit sein wie das bisherige. Für Fahrradfahrer und Fußgänger wird somit ebenfalls ausreichend Raum mitgedacht, die Fahrbahn soll sieben Meter breit sein.

Wie es nun weiter geht? Der nächste Schritt, so sagt Dirk Maisenhölder, sei die Aufstellung eines Bebauungsplans. Im Juni oder Juli soll es zudem Probebohrungen geben, um zu prüfen, wie der Bodenuntergrund beschaffen ist. Frühester Baubeginn für die neue Brücke ist April 2023.

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