Kornwestheim Liberale machen sich Gedanken

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Luftballon der FDP Foto: Pixabay

Kornwestheim - Der stellvertretende FDP-Ortsvorsitzende Ender Engin macht sich Sorgen, weil keiner der Kanzlerkandidaten von SPD, CDU und Grünen ausreichend Rückhalt genieße und die Menschen mitreißen könne.

Ist es derzeit befreiend, in einer Partei zu sein, die keinen eigenen Kanzlerkandidaten stellt?

Im Gegenteil. Gerade, weil wir keinen eigenen Kandidaten haben, machen wir uns sehr viele Gedanken über die aktuellen Entwicklungen. Keiner der drei Kandidaten wird von der jeweiligen Basis herzlich unterstützt. Das wirft Fragen auf und bereitet uns Sorgen. Befreiend wäre eher, wenn wenigstens einer der Kandidaten das Gefühl vermitteln würde, der Kanzler aller sein zu können! Wie dem auch sei, die FDP hat hier vor Ort in den vergangenen Jahren engagiert und erfolgreich gearbeitet, wir gehen von einem guten Ergebnis in Kornwestheim aus. Das ist auch der Grund dafür warum wir nicht nur um die Zweitstimmen, sondern auch um jede Erststimme für unseren Direktkandidaten werben. Oliver Martin hat eine Chance auf den Bundestag. Und darauf konzentrieren wir uns. Nicht auf Dinge, die nicht sind.

Wie läuft der Wahlkampf vor Ort, welche Rückmeldungen kommen?

Die Rückmeldungen sind unglaublich. Eigentlich wollten wir das anders bekannt geben – aber mittlerweile müssen wir für unsere Stammtische schon fast Räume reservieren. Wir haben so viele Veranstaltungen mit unserem Kandidaten Oliver Martin gemacht wie in keinem Wahlkampf zuvor. Man merkt, dass wir vor Ort ein sehr motiviertes Team haben. Das spüren auch die Leute und geben uns an den Infoständen viele positive Rückmeldungen. Man hört häufig, dass die liberale und freiheitliche Haltung der FDP noch nie wichtiger war als zurzeit.

Was hat die FDP Kornwestheim noch geplant in Sachen Wahlkampf?

Wir werden noch Infostände am Marktplatz, auf dem Holzgrundplatz und am Kimryplatz aufbauen. Zudem wird am Mittwoch um 19 Uhr der nächste Stammtisch mit unserem Kandidaten Oliver Martin beim Tennisclub in der Bogenstraße stattfinden. Eine Überraschung haben wir auch noch geplant.

Wie könnte Ihrer Meinung nach eine Regierungsbeteiligung aussehen?

Wir haben sieben Projekte, mit denen wir wieder das Land werden möchten, das in uns steckt, von Klimaschutz durch Innovation bis hin zur Stärkung von Demokratie und Rechtsstaat. Wir möchten mitregieren. Uns geht es nicht um Köpfe oder Farben, sondern darum, in einer Koalition so viele Positionen der FDP wie möglich einbringen zu können. Der Wähler wird entscheiden, welche Mehrheiten nach der Wahl möglich sind. Rückschritt ist keine Lösung für die Zukunft. Ich hoffe, dass erkennen die Entscheider.

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