Kornwestheim Lions laden zur Schweineschule ein

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Spender und Empfänger: Der Lions-Club hat die Löwen vergeben. Foto: Anne Fuhrmann

Kornwestheim - Auch kleinere Projekte sind es würdig, unterstützt zu werden: Das ist die Botschaft des diesjährigen „Kornwestheimer Löwen“. Die dotierte Auszeichnung des Lions Clubs wurde am Donnerstagabend gleich an zwei Preisträger verliehen.

Jedes Jahr wird der „Kornwestheimer Löwe“ ausgeschrieben. Dafür bewerben können sich Vereine, Initiativen, Organisationen, aber auch Einzelpersonen. Der Lions Club beteiligt sich finanziell an Projekten, die Kindern und Jugendlichen in der Stadt zugute kommen. Voraussetzung dafür ist, dass das Projekt noch im Laufe des Jahres abgeschlossen wird. Für den diesjährigen Preis konnten sich die Bewerber bis zum 1. Dezember melden. Zehn Vorschläge sind dieses Mal eingegangen.

Über die Bewerbungen haben die Mitglieder diskutiert und schließlich über die Preisträger abgestimmt. Dieses Mal werden zwei kleinere Vorhaben ausgezeichnet, die laut Alfred Waldenmaier den Lions Club beeindruckt haben. „Unsere Mitglieder wollten ein Signal geben, dass es sich auch lohnt, sich mit kleineren Projekten bei uns zu bewerben“, sagt der Präsident des Lions Clubs.

Einen Löwen und eine Urkunde konnten die Vertreterinnen der Schulsozialarbeit an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule am Donnerstagabend in Empfang nehmen. Sie hatten sich mit einem Projekt beworben, bei dem es darum geht, dass Siebtklässler ein Training zur Gewaltprävention und Selbstbehauptung absolvieren. Geplant sind jeweils ein Termin für Mädchen und für Jungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. „Die Schüler lernen ein angemessenes Reagieren in bestimmten Situationen und ein selbstbewusstes Auftreten“, erklärt Schulsozialarbeiterin Meike Kuhnle, die den Preis mit Ulrike Ulrike Angenendt, Lehrkraft für Prävention, entgegennahm. Der Lions Club übernimmt 430 Euro, also die Gesamtkosten für das von einer Expertin geleitete Training, an dem etwa 40 Schüler teilnehmen werden. „Ein solches Projekt ist in der heutigen Zeit von ungeheurer Wichtigkeit. Es ist genau das, was wir unterstützen wollen“, sagte Waldenmaier und verwies unter anderem auf die Mobbing-Problematik.

Auch für das Bewohner- und Familienzentrum gab es einen Löwen und eine Urkunde. Sozialpädagogin Stefanie Bagli und Aileen Parentin, Erzieherin und angehende Sozialpädagogin, nahmen sie in Empfang. Sie haben die „Kleine Schweineschule“ eingeladen nach Kornwestheim, um Kindern und Erwachsenen Wertschätzung bäuerlicher und heimischer Lebensmittel zu vermitteln. Wie Siegfried Dannwolf, der frühere Club-Präsident, erklärte, geht es darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, woher die Nahrung kommt. Beim Nachmittag mit dem mobilen Bauernhof am 2. Juli ist jeder willkommen. Die Kosten, 350 Euro, werden komplett übernommen.

Zusätzlich verteilt der Lions Club Anerkennungspreise am Donnerstag, 21. Februar. Insgesamt fördert er damit Projekte in Höhe von 5200 Euro.

Im kommenden Jahr gibt es wieder eine Chance, vom Lions Club unterstützt zu werden. Die Ausschreibung dafür beginnt voraussichtlich im Juli.

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