Kornwestheim Mehr Platz fürs Abwasser

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Die neue Abwassertechnik in der Bogenstraße Foto: z

Kornwestheim - Wir haben schon viel erreicht“, sagte Karin Wächter von den Stadtwerken Ludwigsburg/Kornwestheim, als sie jüngst eine Bilanz der Sanierungsarbeiten an den Abwasserkanälen im Ausschuss für Umwelt und Technik vorstellte. „Aber wir sind noch nicht am Ende“, ergänzte sie auch. So werden im kommenden Jahr neue Abwasserkanäle in der Weststadt (südliche Bolzstraße und Stammheimer Straße) verlegt, 2022 sind nach den derzeitigen Plänen die Friedrich-Siller- und die Schützenstraße sowie der Verbindungsweg zwischen Murr- und Enzstraße an der Reihe, und 2023 stehen größere Bauarbeiten im Moldengraben zwischen dem Gelände des Reit- und Fahrvereins und der Kläranlage in der Talstraße an.

Vor zehn Jahren hatte sich die Stadtentwässerung Kornwestheim, ein Eigenbetrieb der Stadt Kornwestheim, dessen Betriebsführung die Stadtwerke übernommen haben, ein 125 Punkte umfassendes Arbeitsprogramm auferlegt. Manches war dringend, anderes konnte warten. „Unser größtes Problem waren die Hauptsammler“, erläuterte Wächter. Gute Verbesserungen habe man durch einen neuen, größer dimensionierten Hauptkanal im Süden der Stadt erreicht. Im Wiesengrund habe man zunächst einen Bypass gelegt, der das Abwasser aus den südlich gelegenen Straßen aufnimmt. Im vergangenen Jahr habe die Stadtentwässerung zudem den Hauptsammler ersetzt und hydraulisch verbessert, sodass nun eine größere Abflusskapazität als rechnerisch notwendig bestehe, so Wächter.

Sorgenkind war über viele Jahre auch die Bahnhofstraße – insbesondere deshalb, weil’s dort viele ebenerdige Eingänge in die Ladenlokale gibt. In der Geschäftsstraße ist mit der Neugestaltung der Sammler saniert und die Kapazität erhöht worden, sodass nun, so die Hoffnung, auch heftigere Regenfälle nicht zu Überschwemmungen führen werden.

Fragen aus den Reihen der Stadträte drehten sich um die Baustellen, die stets eingerichtet werden müssen, wenn unter der Asphaltdecke etwas erneuert oder ausgetauscht werden muss. Die Stadt Kornwestheim gebe den Takt vor, betonte Karin Wächter. Und sie sei auch dafür verantwortlich, welche Umleitungsstrecken ausgewiesen werden, wenn Sperrungen erforderlich seien.

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