Kornwestheim Mit Herzklopfen in die neue Saison

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Das K wird im September aus seinem Schlaf geweckt. Unter anderem gibt es eine Ballettaufführung von Dornröschen am 1. April 2022. Foto: z/z

Kornwestheim - Herzklopfen: Das vermissen die Beschäftigten des K seit Beginn der Coronazeit. Das freudige Herzklopfen vor einer Veranstaltung, sowohl bei den Zuschauern, als auch bei den Künstlern auf der Bühne. Deshalb lautet das Motto der kommenden Spielsaison genauso: Herzklopfen. Oder in der langen Version: „Endlich wieder Herzklopfen – mein Rendezvous mit dem K“. Es ist der ideale Zeitpunkt, das neue Kulturprogramm vorzustellen, meint Oberbürgermeisterin Ursula Keck. Die Inzidenzen gehen zurück, immer mehr Regeln werden gelockert. „Wir brennen dafür, jetzt wieder Kultur anzubieten“, so Keck. Das Team des K sei deshalb mit viel Zuversicht in die Planung der Spielsaison 2021/2022 gegangen.

Wie immer startet das Programm am Geburtstag des K Ende September. In diesem Jahr wird das Eröffnungskonzert vom Metropolorchester gespielt. Bis Ende April kommenden Jahres folgen zahlreiche Veranstaltungen in den Kategorien Theater, Tanz, Literatur, Konzerte und Shows, Kabarett und Comedy sowie Kindertheater. Unter anderem kehrt die schon fast traditionelle „Klingende Bergweihnacht“ auf die Bühne zurück, diesmal mit Stefan Mross und Anna-Carina Woitschack.

Neues Theaterstück „Mein Blind Date mit dem Leben“

Neu im Programm ist das Theaterstück „Mein Blind Date mit dem Leben“. Darin geht es um einen jungen Mann, der vor seiner Umwelt geheimhalten möchte, dass er blind ist, damit er im Arbeitsleben gleich behandelt wird wie alle anderen. Im Genre Kabarett und Comedy werden unter anderem Mathias Richling, Robert Kreis und Lisa Eckhart auftreten.

Um das neue Programm zu bewerben, haben die Verantwortlichen die sogenannten visuellen Abowochen initiiert. Dabei werden die Kategorien abwechselnd vorgestellt, indem im Außenbereich des K die jeweils dem Genre zugeordnete Farbe und ein selbstgedrehter Trailer gezeigt werden. Diese Aktion läuft von heute an bis zum 28. Juni.

Zuversichtlichkeit inmitten der Pandemie

Im Hinblick auf die Pandemie ist Claudia Münkel, Betriebsleiterin des K, zuversichtlich. „Wir sind für alle Eventualitäten gewappnet“, sagt sie. Ursula Keck hält vor allem den Fortschritt bei den Impfungen für ein gutes Zeichen. Ein strenges Hygienekonzept gibt es bereits – immerhin sind sieben von geplanten 52 Veranstaltungen in der vergangenen Saison tatsächlich über die Bühne gegangen. Das Konzept wird stetig an die aktuellen Coronaregeln angepasst.

Derzeit geht Claudia Münkel davon aus, dass sie etwa 120 Zuschauer im Theatersaal und gut 200 im Festsaal unterbringen darf. Zusätzlich gibt es eine Warteliste – für den Fall, dass doch mehr Leute kommen dürfen. Theaterabonnenten haben deshalb ausnahmsweise keine Garantie auf ihren Wunschsitzplatz, weil etliche Plätze des Abstands wegen gesperrt werden müssen.

Kein klassischer Vorverkauf

Einen klassischen Vorverkauf gibt es für die anstehende Spielzeit nicht. Stattdessen können Theaterabonnenten und Kindertheaterabonnenten vom 15. Juni an Tickets reservieren. Mit einem Wahlabonnement oder wenn man ein Einzelticket kaufen möchte, sind Reservierungen vom 17. Juni an möglich.

Die Saison 2020/2021 hat dem Kulturprogramm die Statistik ziemlich verhagelt. In den Jahren zuvor zählte es rund 14 000 Zuschauer, in der Pandemiezeit nur gut 1300. 34 Veranstaltungen sind auf die im September beginnende Saison verschoben worden, elf sind komplett ausgefallen. Bereits 2019/2020 konnten neun Events nicht stattfinden.

Obwohl das K vor kurzem teures Equipment zur Videoübertragung angeschafft hat, sind Hybridveranstaltungen im Kulturbereich eher nicht geplant. „Wir könnten ein paar Sachen in den Festsaal übertragen, um mehr Zuschauer unterzukriegen“, so die Betriebsleiterin. Außerdem könne man zusätzlich zum Präsenzpublikum einen digitalen Zugang anbieten. Reine Digitalveranstaltungen seien aber nicht angedacht. „Da fehlt einfach etwas“, sagt Claudia Münkel. Zum Beispiel das Herzklopfen.

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