Kornwestheim Neue Buden sind bereit zum Test

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Martina Kurz, die Leiterin des Bauhofs, und ihr Kollege Frank Burchardt Foto: Anne Rheingans

Kornwestheim - Ein Unwetter hat im vergangenen Jahr zahlreiche Stände des Weihnachtsmarktes im Alten Dorf weggefegt und größere Beschädigungen verursacht. Am zweiten Adventswochenende machten Regen und Sturm die Hoffnungen der Beteiligten auf viele Besucher zunichte. Schon am Samstag war das Wetter ungemütlich gewesen. In der Nacht zum Sonntag wehten dann einige heftige Böen durch das Alte Dorf und zogen die liebevoll aufgebauten Marktstände in Mitleidenschaft, sodass die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen früher als geplant beendet werden musste.

Mehrere der Holzkonstruktionen wurden damals bei dem Unwetter beschädigt, einige wenige sogar stark. Allerdings ist die Ausführung der bisherigen Stände auch ungeeignet, um stürmischem Wetter Paroli zu bieten. Deshalb musste auf Dauer ein neues Modell her.

In den vergangenen Monaten war der Bauhof der Stadt in der Sache nicht untätig. Schon beim nächsten Weihnachtsmarkt im Alten Dorf, der am zweiten Adventswochenende stattfindet, soll ein neuer Prototyp zum Einsatz kommen. Der Schreiner des Bauhofs hat ein Modell gebaut: ein stabiles Häuschen aus Holz mit wetterfesten Seitenwänden und einem widerstandsfähigen Dach, das nicht nur stürmischen Zeiten widerstehen kann, sondern auch die Marktbeschicker besser vor Niederschlägen und Kälte schützt.

Drei Exemplare der neuen Marktbuden stehen bereits auf dem Gelände des Bauhofes für ihren ersten Einsatz bereit. Zwei von ihnen sollen auf dem Dorfplatz aufgestellt werden, eine dritte wird in diesem Jahr der Schokomanufaktur aus der Partnerstadt Weißenfels zur Verfügung gestellt.

Auf die ersten Rückmeldungen zum neuen Prototypen ist man gespannt. „Wir wollen schauen, wie sie angenommen werden“, sagt Martina Kurz, die Leiterin des Bauhofs. Weil die Buden einheitlich sein müssen, könne nicht auf die Wünsche jedes einzelnen Marktbeschickers eingegangen werden. Trotzdem wollen die Mitarbeiter vom Bauhof zunächst die Anregungen und Erfahrungen vom diesjährigen Weihnachtsmarkt abwarten, bevor weitere der Holzbuden gebaut werden.

Insgesamt gab es bisher etwa 50 Marktstände. Die drei neuen Exemplare werden also bei Weitem nicht ausreichen, um die bisherigen mehr als 30 Jahre alten, deutlich primitiveren Ausführungen zu ersetzen.

Die Kosten für den Austausch sind bereits kalkuliert. Eine einzelne Bude schlägt mit etwa 1500 Euro zu Buche, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Im Doppelhaushalt 2020/2021 sind folglich 75 000 Euro insgesamt eingeplant.

Wenn die erste Resonanz positiv ist, kann der neue Prototyp in die Produktion gehen. Im neuen Jahr geht es los, dann soll der Schreiner Dutzende weitere Marktbuden anfertigen, die zum Weihnachtsmarkt 2020 fertig sein sollen.

Bis dahin, also in diesem Jahr, müssen es aber noch die alten Stände tun. Zwei bis drei waren nach dem Unwetter nicht mehr zu retten. Andere, die weniger stark beschädigt wurden, wurden noch einmal repariert.

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