Kornwestheim Per Brief, mit Maske oder eigenem Stift

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Briefwahl: Auch bei der Landtagswahl ein großes Thema. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Kornwestheim - Dass es im Südwesten am 14. März zu Verhältnissen wie bei der Wahl des US-Präsidenten im November kommt, ist nicht anzunehmen. Kaum vorstellbar, dass einer der unterlegenen Kandidaten bei der Landtagswahl die Resultate mit dubiosen Fälschungsvorwürfen anfechten wird, die sich in den USA auch um das Thema Briefwahl drehten. Zig Millionen US-Bürger stimmten auf diese Weise schon vor dem eigentlichen Urnengang ab. Grund war diesmal vor allem die Corona-Pandemie – die Menschen verzichteten gerne darauf, vor den Wahllokalen anzustehen und sich womöglich dort mit Covid-19 zu infizieren.

Briefwahl

Auch bei der Wahl zum baden-württembergischen Landtag dreht sich bei den Stadtverwaltungen vieles um die Abstimmung per Brief. In Kornwestheim etwa hat man auf die anstehende Flut von Unterlagen reagiert. „Die Zahl der Briefwahlbezirke wird von fünf auf sieben erhöht. Außerdem haben wir den Ausdruck, das Kuvertieren und den Versand der Briefwahlunterlagen an ein Fremdunternehmen vergeben“, informiert Marion Blum von der städtischen Pressestelle. Im Kornwestheimer Rathaus würden nur die Unterlagen ausgedruckt, die persönlich im dortigen Wahlbüro beantragt oder an eine andere Versandadresse versendet werden. Briefwahlunterlagen können von Montag, 15. Februar, bis Freitag, 12. März, im Rathaus abgeholt werden Gegebenenfalls kann man dort auch sofort wählen. Auf der Internetseite der Stadt Kornwestheim gibt es auch einen Link, über den man die Unterlagen beantragen kann. Die ausgefüllten Wahlzettel müssen bis zum Wahltag bei der Verwaltung eingegangen sein.

Wahl im Wahllokal

„Wir haben ein Hygienekonzept für die Wahllokale erarbeitet und sind auch auf mögliche Änderungen vorbereitet“, betont Blum. Es bleibt jedoch bei 24 Wahllokalen. „Wir werden keine Lokale zusammenschließen, um die Situation vor Ort zu entzerren“, stellt Blum klar. Bei den Lokalitäten selbst gibt es jedoch Änderungen aufgrund der Zugangsbeschränkungen der Gebäude. So wird im Wahlbezirk 11 nicht mehr im Seniorenzentrum am Stadtgarten gewählt, sondern im Kindergarten Weimarstraße – Zugang ist über die Karlstraße, den Dr. Siegfried-Pflugfelder-Platz oder die Bahnhofstraße. Im Wahlbezirk 16 fällt das Jakob-Sigle-Heim weg, gewählt wird im Kindergarten Rosensteinstraße.

Hygienekonzept

Vor Ort gilt die Maskenpflicht. Die Wahlhelfer sind mit FFP2-Masken ausgestattet. „Sollte jemand seine Maske vergessen oder keine geeignete tragen, liegen Masken vor Ort bereit“, versichert Marion Blum. Sie weist darauf hin, dass alle Wählerinnen und Wähler ihren eigenen Stift ins Wahllokal mitbringen können. „Stifte können nämlich nicht wie gewohnt ausgelegt werden“, so Blum. Die Wählerinnen und Wähler erhalten das Schreibwerkzeug am Einlass, das sie am Ende wieder abgeben, wo es anschließend desinfiziert wird. „Wir haben außerdem die Wahlhelfer aufgestockt, die vor Ort den Einlass und die Einhaltung des Hygienekonzepts kontrollieren.“

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