Kornwestheim Schneller sind nur wenige Orte

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Glasfaserkabel Foto: dpa

Kornwestheim - Laut dem Vergleichsportal „DSL-Regional“ ist Kornwestheim zurzeit die Kommune, die in Sachen Versorgung mit Breitbandinternet den achten Rang deutschlandweit einnimmt. „Wir haben die Breitbanddaten aller Gemeinden in Deutschland analysiert und ein Ranking erstellt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Portals, das Geschwindigkeitsmessungen anbietet und Vertragsakquise betreibt. Die Stadt habe ihren Platz laut dieser Untersuchung mit 865 von 1000 möglichen Punkten belegt, heißt es von DSL-Regional weiter, als Datenquelle der Statistik gibt das Portal das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur an. Vor allem bei der Versorgung mit FTTH/B und DSL ist Kornwestheim laut einer Grafik spitze, was Internet per Kabel angeht, schneidet man ein wenig schlechter ab. Auf Platz eins, zwei und drei der Untersuchung stehen die Kommunen Gröde, Rosenheim und Kempten.

Das gute Abschneiden Kornwestheims bei der Vergleichsanalyse ist indes nicht verwunderlich. Dank eines Modellprojektes der Telekom versorgen bereits seit dem Jahr 2011 Glasfaserkabel viele Kornwestheimer Haushalte mit extra schnellem Netz. Vor einigen Monaten besuchte Oliver Laible die Kornwestheimer Stadträte. Er ist Geschäftsführer der Broadband Academy, einem Beratungsunternehmen für schnelles Internet. Satte 95 Prozent der hiesigen Gebäude können im Download auf eine Datenvolumen von mindestens 200 Mbit zurückgreifen, nicht wenige sogar bis zu 1000 Mbit, rechnete Laible vor und betonte, was nun auch DSL-Regional bestätigte: „Das ist eines der besten Ergebnisse bundesweit.“

Allerdings gibt es auch in Kornwestheim noch einige weiße Flecken auf der Internetlandkarte – um zu überlegen, wie diese zu schließen sind, hat die Stadt die Planer der Broadband Academy engagiert.

Vor allem die Gewerbegebiete haben noch Nachholbedarf, so wie beispielsweise auch die Aussiedlerhöfe im Weiler Hemahden. Derzeit bauen die Stadtwerke Ludwigsburg/Kornwestheim die Glasfaserverbindungen im Gewerbegebiet Nord aus, auch andernorts sucht Kornwestheim noch nach Konzepten, um die Firmen besser anzubinden. Klar ist: Die weißen Flecken zu schließen, wäre aus Sicht der Internetversorger nicht wirtschaftlich. Deswegen muss die Stadt einspringen und gegebenenfalls auch Fördergelder Bund und Land aktivieren. Auf rund 1,1 Millionen Euro schätzt die Academy die „Deckungslücke“ allein bei den Gewerbegebieten.

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