Kornwestheim Schulen und Kitas schließen, Mahle schickt Mitarbeiter heim

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Wegen eines Coronafalls wird am Mahle-Standort an der Enzstraße derzeit nicht gearbeitet. Foto: Anne Rheingans

Kornwestheim - Auch in Kornwestheim und Pattonville bleiben die Schulen und Kindertagesstätten wie im ganzen Land ab Dienstag geschlossen. Die Stadt richtet zwei Notgruppen ein – eine für Kindergarten-, eine für Schulkinder. Aber: Sie dürfen nur Eltern in Anspruch nehmen, die im Gesundheitswesen arbeiten, bei Feuerwehr, Polizei oder dem Technische Hilfswerk beschäftigt oder in Versorgungsbereichen (Gas, Wasser, Strom) berufstätig sind. Und das gilt, sofern nicht alleinerziehend, für beide Elternteile. Die Stadt geht davon aus, dass etwa 15 Schulkinder und 25 Jungen und Mädchen aus den Kindergärten für die Notgruppen in fragekommen. „Wenn’s mehr sind, müssen wir die Kapazitäten erhöhen“, sagt Birgit Scheurer, Leiterin des Fachbereichs Jugend und Bildung bei der Stadt Kornwestheim.

Die Stadt hat für Eltern eine Hotline eingerichtet, die ab Montag, 8.30 Uhr, erreichbar ist. Die Rufnummer: 2 02 22 22. Für allgemeine Fragen zum Coronavirus gilt eine andere Nummer: 2 02 44 44.

Folgende Einrichtungen sind in Kornwestheim ab sofort geschlossen: die Ravensburger Kinderwelt, die Kindersportschule, das Alfred-Kercher-Bad und die Städtische Musikschule. Die Bücherei bleibt geöffnet, allerdings gibt’s kein Beratungsangebot. Ausleihen und zurückbringen – mehr wird in der Bücherei nicht möglich sein. Das Museum im Josef-Kleihues-Bau bleibt geöffnet.

Diese Regelungen, so Oberbürgermeisterin Ursula Keck am Freitagnachmittag bei einer Pressekonferenz, gelten zunächst einmal bis zum Ende der Osterferien. Grundsätzlich gelte: Veranstaltungen bis zu 100 Personen sind weiterhin möglich. So bleiben auch die Sporthallen und –plätze für den Übungsbetrieb geöffnet. Die Verantwortlichen müssen aber darauf achten, dass die Zahl von 100 Teilnehmern nicht überschritten wird.

Für Kornwestheim sind bisher zwei Coronafälle gemeldet. Die Schillerschule hat zwei Klassen schließen müssen, weil Schüler mit getesteten Personen in Kontakt gewesen sind. Der Mahle-Standort in der Enzstraße wurde schon am Mittwoch bis auf Weiteres geschlossen. Dort habe sich herausgestellt, dass ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert sei, bestätigte Pressesprecher Ruben Danisch auf Nachfrage unserer Zeitung. „Sämtliche Kontaktketten werden jetzt nachvollzogen“, sagte er. An dem Standort sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt.

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