Kornwestheim Shoppen, Freunde treffen, bummeln

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Weihnachten ist nicht mehr weit. Foto: Peter Mann

Kornwestheim - Sie hat ihren Reiz nach all den vielen Jahren, die es die Kirbe jetzt schon gibt, nicht verloren. Seien es die Stände der fliegenden Händler, die auch am heutigen Montag noch in der Innenstadt verweilen, sei es der Rummel auf dem Holzgrundplatz, der verkaufsoffene Sonntag der Einzelhändler und die Angebote der Kornwestheimer Vereine – die Besucher der Kirbe nahmen das bunte Angebot in der Innenstadt dankbar an.

Erstmals ins Zentrum der Kirbe hatte es die Chorbühne verschlagen, die traditionell an diesem Wochenende mit dem Verkauf der Karten für die Adventskonzerte startet. Bisher hatte der Verein seinen Stand am Haus Woge und Welle an der Zeppelinstraße, dieses Mal schlug die Chorbühne ihre Zelte vor Foto Bartmann in der Bahnhofstraße auf. Mit 26 Kuchen rückten die Vereinsmitglieder an, am Schluss war sämtliches Backwerk verkauft und die Vereinskasse wieder gefüllt. Und die ersten Karten für die Adventskonzerte am 30. November in der evangelischen Martinskirche waren auch verkauft. Die Freie Narrenzunft bot Herzhaftes und ­Getränke an. Die roten Würste waren schon am Nachmittag ausverkauft.

Gleich nebenan warb der Förderverein Schienenbus um Fahrgäste für die diversen Touren, die in den kommenden Monaten unternommen werden. Mit acht Mitgliedern, gut zu erkennen an den Uniformen, war der Stand stets gut besetzt. In eine Uniform konnten auch die Kinder schlüpfen, um ein Foto von sich als Lokomotivführer machen zu lassen.

Stets vollbesetzt waren die Straßenbahnen, Flugzeuge und Polizeiautos auf dem Kinderkarussell, das auf dem Holzgrundplatz stand. Wer eine Tour unternehmen wollte, der musste sich allerdings auf ­Wartezeiten einstellen. Und das galt auch für den benachbarten Autoscooter. Der hat nach den vielen Jahren, die es Fahr­geschäfte dieser Art schon gibt, seinen Reiz nicht verloren.

Auf dem Trödelmarkt gab es Dinge zu kaufen, von denen man eigentlich angenommen hatte, dass es sie gar nicht mehr gibt. Haushaltswaren aller Art, Kleidungsstücke, Spielwaren, Bücher, DVDs, CDs – nahezu unerschöpflich war das Angebot, das die Händler am morgen mühevoll aus ihren Kisten ausgepackt hatten, um es am Abend genau dort wieder zu verstauen. Was die Flohmarkthändler nicht alles anpriesen, um es an den Mann oder die Frau zu bringen: Etwas versteckt unter einem Stand hockte auch ein Teddybär, der aussah, als sei er nicht mehr ganz gesund und habe eine ansteckende Krankheit.

Nicht mit gebrauchten, sondern mit neuen Waren rückten die Kirbe-Händler an. Besen, Socken, Handtaschen, Geld­börsen, Mittel gegen Schimmel in der Wohnung und den kleinsten Entsafter der Welt – der Krämermarkt machte seinem Namen alle Ehren.

Auf dem Bahnhofsplatz spielte – endlich mal wieder – das Große Blasorchester der Städtischen Orchester zum Platzkonzert auf. In den vergangenen zwei Jahren, hätten die Konzerte wegen der schlechten Witterung ausfallen müssen, berichtete der Vereinsvorsitzende Michael Meyle. Dieses Mal spielten die Musiker vor vollbesetzten Reihen. Die Freiwillige Feuerwehr empfing ihre Gäste wieder in der Karlstraße etwas abseits des Kirbe­Geschehens. Das aber tat dem guten ­Besuch keinen Abbruch.

Über einen guten Besuch freuten sich bei dieser Kirbe auch die Kornwestheimer Einzelhändler, von denen sich allerdings nicht alle an dem verkaufsoffenen Sonntag beteiligt hatten.

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