Kornwestheim Silvesternacht: Feuerwehr ist im Dauereinsatz

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In der Jahnstraße droht das Feuer aufs Haus überzugreifen. Foto: Feuerwehr

Kornwestheim - Die Feuerwehr Kornwestheim hat im vergangenen Jahr 280 Einsätze absolviert. Das macht in der Woche gut fünf Einsätze. Diese Zahl hat die Feuerwehr schon in den ersten Stunden des Tages „getoppt“. Siebenmal wurde die Wehr bis zum Mittag des Neujahrstages angefordert.

Los ging’s um 0.18 Uhr – Einsatz ausgerechnet im K, wo die Brandmeldeanlage angesprungen war. Zu löschen gab’s für die Feuerwehr nichts. Pressesprecher Peter Schraud geht davon aus, dass wegen der Knallerei über die Luftansaugung im Elektroraum Rauch und Schwefel ins Innere gedrungen war und der Brandmelder das tat, was er in diesem Fall auch tun sollte: Alarm geben. 20 Minuten später rückte die Feuerwehr wieder Richtung K aus. Dieses Mal brannte ein Mülleimer auf dem Marktplatz. Während dieses Feuerchen eher harmloser Natur war, drohte beim Einsatz in der Jahnstraße um 1.15 Uhr schon mehr Gefahr. Dort brannten eine große Papiertonne mit einem Fassungsvermögen von 1000 Litern und ein kleinerer Mülleimer. Das Feuer wäre ohne das Eingreifen der Wehr aufs Gebäude übergegriffen. Möglicherweise war’s Brandstiftung, mutmaßt die Feuerwehr, denn um 6.14 Uhr musste sie wieder zur Jahnstraße ausrücken – und erneut brannte dort der Mülleimer, den die Feuerwehr zuvor an die Seite gestellt hatte. Weil die Feuerwehrleute das Licht einer Taschenlampe sahen, gehen sie davon aus, dass das Papier bewusst angezündet worden ist.

Zwischen den beiden Einsätzen in der Jahnstraße rückten die Kornwestheimer Floriansjünger noch zu Wüstenrot aus, wo – wie im K – die Brandmeldeanlage angesprungen war. Glaubten die Feuerwehrleute nun, in der Ruhe des Neujahrsmorgens den Schlaf nachholen zu können – weit gefehlt. Gegen 6.45 Uhr alarmierte ein Anwohner aus der Bolzstraße die Wehr. Wasser tropfte aus der darüber liegenden Wohnung in seine. Weil sich aufs Klingeln und Klopfen niemand meldete, öffneten die Feuerwehrleute gewaltsam die Wohnungstür und stellte den Haupthahn ab. Und sie weckten die Mieter, die von all der Aufregung nichts mitbekommen hatten . . .

Gegen 11 Uhr rückte die freiwillige Feuerwehr wieder aus – dieses Mal zum Rangierbahnhof, wo ein Brandmelder ein Feuer signalisiert hatte. Die Vermutung der Wehr bestätigte sich, dass es sich dabei um einen Fehlalarm handelte. In den vergangenen Tagen hatte bei diesem Unternehmen mehrfach die Meldetechnik versagt, und die Feuerwehr war vergebens zum Rangierbahnhof geprescht. Die Brandmeldeanlage, so mutmaßt Peter Schraud, scheint sensibel auf die Inversionswetterlage zu reagieren.

Die Einsatzstellen, so berichtet Kommandant Matthias Häußler, seien jeweils mit sechs Fahrzeugen und 27 Personen angefahren worden. Wie gut, dass die bis zum Jahreswechsel um Mitternacht kühlen Kopf bewahrt und nicht dem Alkohol zugesprochen hatten.

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