Kornwestheim Stadt Kornwestheim will bei Strom und Gas sparen

Von
Städtische Gebäude wie Rathaus und K sollen von den günstigeren Preisen profitieren. Foto: Archiv/Anne Rheingans

Kornwestheim - Um die Energiekosten für die städtischen Liegenschaften und Eigenbetriebe möglichst gering zu halten, will Kornwestheim die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Ludwigsburg/Kornwestheim (SWLB) fortsetzen. Für die Jahre 2021 und 2022 soll ein Managementvertrag gelten, der die Lieferung von Strom und Erdgas betrifft.

Die neue Art der Beschaffung von Strom und Gas wurde vor zwei Jahren in Kornwestheim eingeführt. Dazu wurde ein „Rahmenvertrag mit ungewöhnlichen Eigenschaften“ abgeschlossen, um den Handlungsspielraum für den Bezug von Strom und Gas zu erweitern. „Er bietet die Möglichkeit, Strom und Gas um bis zu 36 Monate im Voraus zu ordern“, sagt Christian Schneider, Vorsitzender der SWLB-Geschäftsführung. Kornwestheim greift dazu auf das Beschaffungsmodell des Energieversorgers zurück, um sich direkt an der Börse niedrige Preise zu sichern und so selbst an günstige Konditionen zu kommen. Das bedeutet, dass die Stadt von der Einkaufsstrategie der Stadtwerke profitiert.

Früher wurden Strom und Gas zu einem bestimmten Zeitpunkt für einen längeren Zeitraum beschafft. Nun geschieht das in monatlichen Tranchen, erklärt Schneider. Konkret: Bis 2018 hat die Stadt den Bedarf eines ganzes Jahres zu Beginn jedes Kalenderjahres beschafft. 2019 haben die SWLB die Strom- und Erdgasmengen für Kornwestheim in zehn Tranchen bezogen. Dadurch konnten beim Strom fast 1800 Euro eingespart werden, beim Erdgas sogar rund 26 400 Euro. Damit hat sich der Umstieg auf den Managementvertrag also bezahlt gemacht.

Ziel der neuen Strategie ist es, das Risiko zu streuen und den Markt zu beobachten. „Wenn der Preis an der Börse runtergeht, kaufen wir“, fasst Schneider zusammen. Davon profitiert die Kommune, die der SWLB für ihre Dienstleitung ein Entgelt bezahlt. Der Vorschlag, das Verfahren umzustellen, kam seitens der Stadtwerke. „Uns ist der Optimierungsbedarf aufgefallen“, sagt Schneider. Das neue Vorgehen habe eine hohe Transparenz und das Potenzial, Energieverbräuche zu senken.

Für die Zukunft ist mit noch größeren Einsparungen zu rechnen, denn es ist nicht nur so, dass die Energiepreise gerade fallen. Ab 2021 muss die Stadt außerdem weniger für das Management zahlen. Übrigens: Festgelegt wurde erneut, dass die Stadt Kornwestheim Ökostrom bezieht, der zu mindestens 33 Prozent aus Anlagen stammt, die jünger als sechs Jahre sind. Dies handhabt die Stadt bereits seit mehreren Jahren so. Der Ökostrom ist zertifiziert und entspricht den Anforderungen des sogenannten European Energy Awards.

Artikel bewerten
0
loading
 
 

Sonderthemen