Kornwestheim Stadt plant öffentliche Impfaktion

Von Peter Meuer
Stadtrat Kühn fordert monatliche Impfaktionen. Foto: dpa/Lm Otero

Kornwestheim - Die Stadt Kornwestheim engagiert sich in Sachen Impfungen, gerade auch mit Blick auf Booster- und Drittimpfungen: Für Samstag, 27. November, plant die Verwaltung eine öffentliche Impfaktion von 9 Uhr bis 14 Uhr im Foyer des Kultur- und Kongresszentrums K, weitere Informationen werden noch bekannt gegeben.

Auch in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend kam das Thema auf. Stadträtin Silvia Stier von der CDU wies beispielsweise darauf hin, dass niedrigschwellige Impfaktionen in Anbetracht der Lage und in „absehbarer Zeit“ sinnvoll wären. Stadtrat Wolfgang Kühn von den Freien Wählern fügte hinzu, dass es mit einer einzelnen Aktion nicht getan sei.

Forderung: „Mindestens“ einmal im Monat

Er warb dafür, dass öffentliche und von der Stadt mitorganisierte Impfaktionen in der kommenden Zeit jeden Monat sinnvoll wären – „mindestens“, wie Kühn sagte. Die Logik: In jedem Monat kämen ja wieder Menschen hinzu, deren Erst- und Zweitimpfungen dann entsprechend lange zurücklägen und die den Booster benötigen würden.

Erster Bürgermeister Daniel Güthler zeigte sich offen für weitere Impfaktionen und gab an, die Hinweise der Gemeinderatsmitglieder mitzunehmen und in die Verwaltung zu tragen. Er wies zudem darauf hin, dass die Stadt in Kontakt mit dem Landkreis zum Thema sei, der ja auch seine mobilen Impfteams wieder auf die Straße schicke.

Nachdem aus dem Gremium der Hinweis kam, Impfbusse seien derzeit nicht sinnvoll, weil die Menschen dann in der Kälte anstehen müssten, ergänzte Güthler, die mobilen Impfteams würden während ihrer Anwesenheit in Gebäuden untergebracht, sodass niemand in der Kälte warten müsse. Auch die Corona-Testzentren würden wohl wieder stärker aufleben, sagte er.

538 Tote mit Coronavirus

Nach den jüngsten verfügbaren Zahlen aus dem Landratsamt (Stand Mittwoch) waren in Kornwestheim 209 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert.

Seit Beginn der Pandemie wurden in der Stadt rund 2700 Fälle registriert – darunter die Erkrankung von Oberbürgermeisterin Ursula Keck, die Mitte der Woche bekannt gab, von der Delta-Variante von Covid-19 betroffen zu sein und die sich deswegen derzeit in Quarantäne befindet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigsburg bewegt sich aktuell um 300, seit Beginn der Pandemie sind in und um Ludwigsburg 538 Menschen an oder mit dem Coronavirus verstorben.

Artikel bewerten
12
loading