Kornwestheim Starker Einstand des neuen Verteidigers

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Kornwestheim - Der neue Mann hat sich gleich bestens eingefügt. In seinem ersten Spiel für den SV Kornwestheim lieferte Gloire Sunda sofort die erste Torvorlage. Beim 2:1-Sieg im Testspiel gegen das Bezirksliga-Topteam Croatia Bietigheim schlug er den Ball von der Außenbahn in Richtung erstem Pfosten – dort wartete Angreifer Dominik Janzer, und wenn der das Leder passgenau auf seinen linken Fuß bekommt, gibt es für gewöhnlich Grund zur Freude beim SVK.

Kurzum: Der neue Mann, Jahrgang 2002, gekommen aus der Jugend des FSV 08 Bissingen, hatte in der 55. Minute das zwischenzeitliche 2:0 vorbereitet und damit einen ganz formidablen ersten Eindruck hinterlassen. Dass der SVK abermals einen Außenverteidiger geholt hat, hat seinen Grund: Farzad Akbari, ebenfalls ein Neuzugang aus Bissingen, hat sich noch vor dem Trainingsauftakt vor zwei Wochen bei einer individuellen Übungseinheit einen Haarriss in einem Unterschenkelknochen zugezogen. Er fehlt Coach Sascha Becker bis mindestens September. Somit brauchte es einen weiteren Akteur für die defensive Außenbahn.

Timo Stahl ist „fit wie ein Turnschuh“

Nun steht der Kader des Landesligisten weitgehend, auch wenn Becker noch an die Verpflichtung eines erfahrenen Spielers denkt. Einer, der schon ein paar Jährchen im SVK-Trikot verbracht hat, zeigte sich derweil in bestechender Frühform: Mittelfeldspieler Timo Stahl, mit 33 Jahren der Senior im Kader, ist laut Becker fit wie ein Turnschuh. „Er ist nach seiner langen Verletzungszeit für uns fast wie ein Neuzugang, und was für einer“, lobt der Trainer.

Ein anderer, wirklicher Neuzugang muss hingegen zurzeit pausieren: Angreifer Henos Burgess, gekommen aus der A-Jugend des TV Pflugfelden, kuriert aktuell eine Bänderverletzung aus. Becker erwartet ihn in etwa zwei Wochen zurück im Training.

Personeller Umschwung war nötig

Die ersten Eindrücke, die der Übungsleiter aus den ersten beiden Trainingswochen und aus zwei Vorbereitungsspielen mitgenommen hat, sind durchaus vielversprechend. „In der Vergangenheit hatte der Druck aus der zweiten Reihe ein bisschen nachgelassen“, stellt Becker fest, „aber jetzt haben wir wirklich niemanden mehr im Kader, der sich schon mit seiner Rolle auf der Ersatzbank abgefunden hat.“ Dieser personelle Umschwung – sieben Akteure verließen den Verein – sei notwendig gewesen. Nun sei es gelungen, Reizpunkte zu setzen und eine gute Mischung zu etablieren. „Vielleicht ist das so etwas wie der Kornwestheimer Weg“, mutmaßt Becker, „Jugendspieler zu holen und sie weiter zu entwickeln.“

Im Spiel gegen Croatia, bei dem der SVK aufgrund zahlreicher Abwesenheiten mit der „letzten Kapelle“ (Becker) antrat, überzeugten denn auch einige der Jungen Wilden. Issa Mira erzwang in der 45. Minute mit seiner scharfen Hereingabe das Bietigheimer Eigentor zur Kornwestheimer 1:0-Führung, und Gloire Sunda gelang ein Einstand nach Maß. Der Kampf um die Stammplätze ist also in vollem Gange, bevor am 8. August die neue Landesliga-Saison startet. Auch Max Haut wird in diesen Fight mit eingreifen, auch wenn der junge Offensivmann gegen Croatia in der Hitze nach 30 Minuten mit Kreislaufproblemen raus musste.

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