Kornwestheim Steht bald an der Einfahrt zum Tambour ein Blitzer?

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Stationärer Blitzer Foto: picture alliance/dpa/Daniel Karmann

Kornwestheim - Der gordische Knoten ist so gut wie gelöst, und es brauchte nicht einmal einen Schwertstreich – lange, wenn auch manchmal kräftezehrende Verhandlungen zwischen Ludwigsburg und Kornwestheim reichten aus. Der gordische, das ist in diesem Fall der „GdF-Knoten“, jene Verkehrsachse zwischen den beiden Städten, an der Ludwigsburger Straße, Hohenzollernstraße und Salonallee nicht weit von der B 27 aufeinander treffen. Jener Knoten ist es, der auch den Wüstenrot-Verkehr künftig gut zu nehmen wissen soll. Nach vielen Debatten um Lkw und Autos sowie das mögliche zuviel von beidem gab es aus dem Gemeinderat Ludwigsburg schon im Frühjahr positive Signale, ein grundsätzliches „Ja“ zur angedachten Verkehrsführung. In den vergangenen Monaten haben die Rathäuser weiterverhandelt. Der Sachstand wurde in den Kornwestheimer Ausschüssen nun vorgestellt.

Verkehrsführung: Von der B 27 kommend ist derzeit ein direktes Abbiegen Richtung Ludwigsburger Straße gen Kornwestheim nicht möglich, das soll sich künftig ändern – einer der Gründe dafür, dass der Knotenpunkt insgesamt wächst. Eine der beiden Spuren aus Kornwestheim kommend wird wiederum nur noch Richtung B 27 führen. Der Umbau des Knotenpunkts schafft Raum für die Buslinie 215, die direkte Verbindung vom Kornwestheimer Bahnhof zum W&W-Areal. In Zukunft solle sie am GdF-Knoten von der Hohenzollenstraße nach links Richtung Kornwestheim abbiegen können. Auch mit Blick auf das künftige Wohngebiet Nördlich Zügelstraße sei diese Busanbindung wünschenswert, so Hans Bartholomä, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Radverkehr: Der heutige „Bypass“ Richtung Kornwestheim kann dank der neuen Verkehrsführung von Ludwigsburg in Teilen umgewidmet werden, er soll künftig dem Radverkehr dienen. Dem Rad- und Fußverkehr soll dann auch zusätzlich zur Ampel in Ost-West-Richtung noch eine Verkehrsinsel zur Verfügung stehen – barrierefrei gestaltet, versteht sich.

Blitzer: Um das LKW-Durchfahrtsverbot in Ludwigsburg zu gewährleisten, so erbat es die größere Stadt, wird eine stationäre Blitzeranlage installiert. Laut Kornwestheimer Verwaltung sei es eine Möglichkeit, den Blitzer an der Einfahrt zu den Wohnhäusern im Tambour aufzustellen, auf der Westseite der Ludwigsburger Straße. Der Blitzer würde neben dem Laster-Verbot auch der Geschwindigkeitsmessung dienen.

Kosten: Nach derzeitigem Stand wird der weitere Umbau des GdF-Knotens die Stadt Kornwestheim rund 1,1 Millionen Euro kosten, darin inbegriffen sind die Baumaßnahmen auf Ludwigsburger Gemarkung. Der Blitzer wird zusätzlich mit knapp 150 000 Euro zu Buche schlagen. Den Rückbau des heutigen „Bypass“ finanziert Ludwigsburg selbst. Die größere Nachbarstadt wird in ihrem Technischen Ausschuss am 30. September das Thema weiter beraten. Kornwestheim würde die Arbeiten gerne noch in diesem Jahr ausschreiben.

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