Kornwestheim SVK: Spannende Zeiten voller Harmonie

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Gerhard Bahmann übergibt den Sportpreis an Regula Runge. Foto: Peter

Kornwestheim - Zu ihrer 17. Versammlung kamen am Mittwochabend die Delegierten des SV Kornwestheim im Funsportzentrum an der Bogenstraße zusammen. Die Veranstaltung zeigte: Der Verein ist im Jubiläumsjahr gut aufgestellt. Er hat aber mit dem Ausbau des Funsportzentrums auch spannende und arbeitsreiche Zeiten vor sich.

Der SVK in seiner Stadt
Die Vereinsspitze hob die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Kornwestheim hervor. Dass der Gemeinderat beschlossen hat, die Stadt möge für den Ausbau der Funsportzentrums eine Bürgschaft über eine Million Euro übernehmen – und die Verwaltung das klar unterstützt – wird den kommunalpolitischen Entscheidern vonseiten des Vereins hoch angerechnet. Auch das Votum, gegen das LKW-Parken in der Bogenstraße vorzugehen und so Platz zum Parken für die Besucher des Sportzentrums zu schaffen, erwähnte der SVK-Präsident Gerhard Bahmann lobend. Die Kornwestheimer Oberbürgermeisterin Ursula Keck betonte ihrerseits in ihrem Grußwort die Bedeutung des Sportvereins für Kornwestheim, sie sprach von einer „engen und vertrauensvollen“ Zusammenarbeit und betonte außerdem, der SV Kornwestheim wolle mit dem Funsportzentrum neue Wege gehen.

Die Finanzen
Die Finanzen des SV Kornwestheim stehen aktuell natürlich ganz im Zeichen der Kreditaufnahme für den großen Um- und Ausbau des Funsportzentrums, der bis zum Frühjahr 2020 vollendet werden soll. Ein 3,5 Millionen Euro schweres Darlehen hat der Verein von der Volksbank Zuffenhausen erhalten. Neben der Bürgschaft der Stadt haben übrigens auch Privatpersonen und Präsidiumsmitglieder für rund 300 000 Euro gebürgt. Der Schatzmeister Werner Sälzer schlüsselte die Haushaltslage im Detail auf. Wenn alles nach Plan läuft, nimmt der SVK im Jahr 2019 rund 5,74 Millionen Euro ein. 2018 waren es 2,63 Millionen Euro – die Kreditaufnahme macht sich natürlich bemerkbar. An Ausgaben hat der SVK anno 2019 5,67 Millionen Euro eingeplant, davon allein 1,9 Millionen Euro an Sportstätten-Investitionen und 450 000 Euro für den Gebäudeunterhalt. Die Personalkosten bleiben mit 961 000 Euro etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Unterm Strich, so erläuterte es Sälzer, solle am Ende des Jahres ein Plus von gut 70 000 Euro stehen, verrechnet mit dem negativen Ergebnis aus dem Vorjahr blieben etwa 35 000 Euro. Bemerkenswert: 2018 kamen knapp 120 000 Euro Spenden zusammen, fast 40 000 Euro mehr als geplant.

Die Wahlen
Seit neun Jahren ist Gerhard Bahmann der Präsident des SV Kornwestheim. Der frühere Präsident und Ehrenpräsident Heinz Kipp leitete die Präsidentenwahl am Mittwochabend. Bahmann selbst hatte sich zur Wiederwahl aufgestellt. Er blieb ohne Mitbewerber und wurde von den Delegierten einstimmig im Amt bestätigt. Das sei ein „überwältigender Vertrauensbeweis“, bedankte sich Bahmann bei den Delegierten der verschiedenen SVK-Abteilungen und hob auch die Arbeit seines Präsidiums hervor. Kipp lobte Bahmanns Amtsführung und scherzte über die Zeit, als er das Amt an seinen Nachfolger übergab: „Ich durfte ab und zu meinen Rat einfließen lassen. Aber das war gar nicht so notwendig, wie manch einer dachte.“ Bahmann selbst leitete in der Folge dann die Wiederwahl der Kassenprüfer, hier sind weiterhin Walter Schrenk und Ulrich Baum im Amt, und die Wahl der Beisitzer. Der SVK erhöht deren Anzahl auf zwölf, neu dabei ist in diesem Nadia Meliji-Bensdira aus der Abteilung Turnen.

Der Sportpreis
Hauptausschuss und Ehrenrat des SV Kornwestheim hatten auf Vorschlag des Vereinspräsidiums beschlossen, den Sportpreis 2018 an eine Einzelsportlerin zu vergeben: Regula Runge, BMX-Star des Vereins, erhält ihn. Bei der offiziellen Ehrungsveranstaltung des Vereins Mitte April war sie verhindert, deswegen übergab ihr Bahmann den Preis – in Form eines Wanderpokals – bei der Delegiertenversammlung. Runge errang 2018 unter anderem den ersten Platz bei den baden-württembergischen Meisterschaften Elite Women, den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften und siegte im Baden-Württemberg-Cup in Kornwestheim. Dass sie die einzige BMX-Sportlerin im Verein sei, hob Bahmann hervor, sprach zudem von einer Vorbildfunktion.

 
 

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