Kornwestheim Vertrag verlängert: Applaus für drei weitere Jahre im K

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Bequemes Arbeiten: Die Küche im K ist groß bemessen. Foto: Dominik Florian

Kornwestheim - Es geht weiter für das Restaurant Applaus, seinen Pächter Ralph Wagner und dessen Beschäftigte: Der Gemeinderat hat sich dafür ausgesprochen, den Pachtvertrag um drei Jahre zu verlängern. Und nicht nur das: Wenn Privatpersonen oder Vereine Räumlichkeiten im K mieten und sich das Catering von „Applaus“ wünschen, dann bekommen sie die ihnen zustehenden Vergünstigungen. Das war bislang nicht der Fall.

Ohne diese Regelung wäre dem Gastronomen vermutlich ein lukratives Geschäft durch die Lappen gegangen. Im November feiert der SV Kornwestheim sein 150-jähriges Bestehen im K. Als ortsansässigem Verein stehen ihm günstigere Konditionen zu, die er allerdings nicht hätte in Anspruch nehmen können, wenn er auf „Applaus“ als Caterer bestanden hätte. Denn: In der Vergangenheit musste Ralph Wagner die Räumlichkeiten selbst anmieten, wenn er Veranstaltungen im K bewirten wollte. Wagner bekam allerdings keinen Rabatt bei der Saalmiete. Wer mit „Applaus“ zusammenarbeiten wollte, musste also mit höheren Kosten kalkulieren, was die Geschäfte des Restaurantpächters nicht unbedingt beflügelt hat.

Es darf getrost davon ausgegangen werden, dass der SVK hinter den Kulissen seine Verbindungen hat spielen lassen. Ehrenpräsident Heinz Kipp hatte sich im Frühjahr kritisch zu den Modalitäten geäußert und kein Verständnis dafür gezeigt, dass die Stadt dem Pächter ihres eigenen Restaurants das Leben so schwer macht. Er frage sich, ob man den Pachtbetrieb „bewusst in eine Insolvenz treiben wolle“, sagte Kipp gegenüber unserer Zeitung.

Mit den neuen Regeln zeigt sich Ralph Wagner nunmehr rundum zufrieden. Das ermögliche es ihm, um Kundschaft auch in Kornwestheim zu werben. Sie wurde bisher quasi bestraft, wenn sie mit ihm im K zusammenarbeitete. Wagner geht davon aus, dass er mit den neuen Konditionen zu einer besseren Auslastung im K beitragen kann. Wenn er die Gäste von Veranstaltungen im K bewirtet, muss er laut den neuen Bedingungen künftig eine Umsatzbeteiligung sowie eine Betriebskostenpauschale an die Stadt zahlen.

Das Restaurant im K erfolgreich zu führen, das ist nicht ganz einfach. Der Grund sind die immens hohen Nebenkosten. Die Küche ist ausgerichtet auf die Bewirtung von Gästen im Festsaal, nicht aber auf ein „normales Restaurant“. Dafür ist sie viel zu groß bemessen.

Zum erlesenen Kreis der Caterer, die die Stadt Interessenten weiterempfiehlt, gehört Applaus allerdings auch künftig nicht. Der Grund: Per Ausschreibung hatte die Stadt im Jahr 2017 nach Unternehmen gesucht, die Veranstaltungen im K bewirten. Mit vier Gastronomen, die auch eine Bewirtungspflicht haben, wenn Kunden mit ihnen zusammenarbeiten wollen, schloss die Stadt schließlich einen Vertrag ab, der noch bis zum Jahr 2020 läuft.

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