Kornwestheim Vorschulkinder dürfen wieder in die Kita

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Endlich zurück: Die Vorschulkinder werden wieder in den Kitas betreut. Foto: dpa/Monika Skolimowska

Kornwestheim - Für die Eltern von Vorschulkindern ist ab der kommenden Woche etwas Entlastung in Sicht: Mädchen und Jungen, die noch in diesem Jahr eingeschult werden, dürfen vom 25. Mai an wieder die städtischen Kitas besuchen – allerdings nicht alle sofort und mit gewissen Einschränkungen.

Schon am 6. Mai hatte das Kultusministerium mitgeteilt, die Betreuung an den Kitas im Land auf bis zu 50 Prozent der Kinder ausweiten, war dann aber wochenlang konkrete Aussagen schuldig geblieben. Auch die Stadt Kornwestheim wartete auf die Vorgaben aus der Ausführungsverordnung, um planen zu können, welche Personengruppen zusätzlich betreut werden dürfen. Viele Eltern, die erwartet hatten, ihre Kinder schon ab dem 18. Mai wieder in die Kita bringen zu dürfen, waren enttäuscht und verärgert. Nun hat das Land bekannt gegeben, dass vorrangig Vorschulkinder wieder in die Einrichtungen dürfen, erklärt Birgit Scheurer, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kinder, Jugend, Bildung. So will man gewährleisten, dass jedes Kind vor seiner Einschulung die Möglichkeit hatte, noch einmal den Kindergarten zu besuchen.

Regelung betrifft rund 220 Kinder

In Kornwestheim betrifft das rund 220 Mädchen und Jungen, teilt die Stadt mit. Für sie alle geht es am kommenden Montag aber nicht gleichzeitig wieder los, denn die früheren Gruppen müssen wegen des Infektionsschutzes halbiert werden. Laut den Vorgaben des Landes dürfen maximal 50 Prozent der Plätze genutzt werden. Deshalb hat sich die Stadt bei ihren Einrichtungen für ein wochenweise rollierendes System entschieden. Das bedeutet, dass ein Kind nur im Zwei- oder Drei-Wochen-Rhythmus die Kita besucht – je nachdem, wie viele Vorschulkinder es in der jeweiligen Einrichtung gibt. Ein tageweiser Wechsel sei aus hygienischer Sicht schwieriger zu handhaben. „Der Schutz der Kinder ist das oberste Gebot“, betont Scheurer. Daher gilt auch: Die Betreuung umfasst täglich sechs Stunden. Es gibt eine gemeinsame Hol- und Bringzeit. Eltern dürfen die Einrichtungen nicht betreten. Und es sind weitere Hygieneregeln in Kraft, beispielsweise regelmäßiges Händewaschen und die Vorgabe, dass sich die Gruppen nicht durchmischen dürfen. Eine Maskenpflicht gibt es dagegen nicht.

Weil für die Vorschulkinder somit nur ein eingeschränktes Betreuungsangebot besteht, wird für die Eltern nur eine anteilige Gebühr fällig. „Geht das Kind zum Beispiel nur jede zweite Woche in die Kita, sind nur 50 Prozent zu zahlen“, erklärt Birgit Scheurer.

Die Leitungen der Einrichtungen sind angehalten, die Familien darüber zu informieren, wann ihr Vorschulkind wieder betreut wird. Viele Eltern warten bereits sehnsüchtig auf die Ausweitung. „Wir werden überschüttet von Anfragen“, sagt die Fachbereichsleiterin.

Notbetreuung hat weiterhin Priorität

Derzeit wurden rund 120 Kinder in den städtischen Kitas notbetreut. „Diese Kinder haben nach wie vor Priorität, da ihre Eltern systemrelevante Berufe ausüben, unabkömmlich sind beziehungsweise ein nachweisbarer Förderbedarf besteht“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Das bedeutet allerdings auch, dass die Gruppen der notbetreuten Kinder und der weiteren Kinder die Hälfte der regulären Plätze der jeweiligen Einrichtung nicht übersteigen dürfen.

In den Kindergärten Kirchstraße und Jakob-Sigle-Platz gibt es nur wenige Notbetreuungskinder. Deshalb werden dort ab der kommenden Woche nicht nur Mädchen und Jungen angenommen, die bald in die Schule kommen, sondern auch einige jüngere Kinder.

Obwohl sich der Personalbedarf pro Kind in den Einrichtungen durch die kleineren Gruppen erhöht, will die Stadt an dem Kurzarbeitskonzept für ihre Erzieherinnen und Erzieher festhalten. Die Ausweitung auf Vorschulkinder mache die Arbeit in den Kitas zwar personalintensiver. „Trotzdem haben wir einen reduzierten Betrieb“, sagt Scheurer. Man fahre aber auf Sicht und könne sich flexibel anpassen, falls sich an den Vorgaben wieder etwas ändert.

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