Kornwestheim Weniger Fahrraddiebstähle in der Stadt

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Gehen zurück: Die Fahrraddiebstähle in Kornwestheim und dem ganzen Landkreis. Foto: dpa

Kornwestheim - Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Kornwestheim geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Das wurde aus der Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2018 deutlich, die der kommissarische Revierleiter in Kornwestheim, Frank Iniec, vor Kurzem vorstellte.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizei demnach 34 Fälle. Das sind 23 und rund 40 Prozent weniger als noch anno 2017. In die Statistik gehen waschechte Diebstähle genauso ein wie sogenannte unbefugte Ingebrauchnahmen, bei denen die Täter Fahrzeuge zwar nicht direkt stehlen wollen, aber ohne Wissen und Willen des Besitzers nutzen.

Auch in den Jahren zuvor gingen die Zahlen bereits zurück. Für das Jahr 2014 vermeldete die Polizei noch 129 Fälle von Diebstählen und unbefugten Ingebrauchnahmen in Kornwestheim, 2015 waren es 110, 2016 noch 82. Insgesamt wird aktuell nur noch ein Drittel der Fahrräder in Kornwestheim gestohlen als noch vor fünf Jahren.

Frank Iniec betont, dass seiner Meinung nach wohl eine Mischung verschiedener Maßnahmen und Entwicklungen zu dem starken Rückgang geführt hat. Aufgrund der hohen Fallzahlen habe die Polizei anno 2014/15 eine sogenannte Fahrradbekämpfungskonzeption entwickelt.

Demnach wurden in der Folge verstärkt neuralgische Punkte wie Bahnhöfe in Hinblick auf Fahrraddiebstähle kontrolliert, Rahmennummern abgefragt, in Zusammenarbeit mit den Behörden der Stadt und der Bundespolizei kontrolliert. Die Ermittlungen könnten vielleicht in der Folge potenzielle Täter abgeschreckt haben, mutmaßt der Beamte. Zumal einige Opfer von Diebstählen auch erfolgreich selbst recherchierten, wo ihre Fahrräder gelandet waren – und sie beispielsweise in Online-Auktionshäusern aufspürten und das der Polizei meldeten.

Iniec betont, dass neben der Polizeiarbeit vermutlich noch weitere Entwicklungen am Ende dazu geführt haben, dass die Anzahl der Fahrraddiebstähle zurückging. So investierten die Besitzer von zumal teuren Fahrrädern heutzutage in bessere Schlösser. „Die Leute achten mehr auf ihre Räder, erst recht, wenn es sich um E-Bikes oder Pedelecs handelt“, sagt Iniec.

Auch gebe es besser gesicherte öffentliche Abstellplätze. Weiterhin könnte es sein, dass weniger Banden aus Osteuropa in der Region unterwegs sind, die früher noch ganze Kleintransporter mit gestohlenen Rädern füllten.

Der Trend zu weniger Fahrraddiebstählen ist auch andernorts bemerkbar. Zwar ist er in Kornwestheim besonders ausgeprägt, doch insgesamt geht rund um Ludwigsburg die Zahl der Fälle zurück. Landkreisweit wurden 2018 laut Polizei 548 Fahrräder gestohlen oder unbefugt benutzt.

2014 nahmen die Beamten noch 885 Fälle auf. Frank Iniec betont, dass die Zahlen auch wieder zunehmen könnten. Der kommissarische Leiter des Kornwestheimer Polizeireviers rät Fahrradbesitzern deswegen zu Vorsorge und Vorsicht: Nicht nur sei ein gutes Schloss angebracht und hilfreich, auch sollten sie die Rahmennummer ihres Rades notieren, Fotos machen und sich Besonderheiten ihres jeweiligen Rades merken.

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