Kornwestheim Wichtige Ausstellungen für Briefmarkenfreunde

Von Marius Venturini
Es gibt kaum eine Geschichte, die man mit Briefmarken nicht erzählen könnte. Foto:  

Gleich zwei hochkarätige Briefmarkenausstellungen werden am Samstag um 10 Uhr im K eröffnet. Bernward Schubert, Vorsitzender der Briefmarkenfreunde, informiert.

Herr Schubert, Sie kündigen die beiden Ausstellungen als „Höhepunkt der 37-jährigen Vereinsgeschichte“ an. Was macht die Schauen so besonders?

Das Anschauen von Exponaten ist wie eine Zeitreise. Viele Marken und Belege sind älter als 50 Jahre. Erinnern an eine „gute alte Zeit“ bleibt nicht aus. Aber das Beschäftigen mit Vergangenem, das Dokumentieren und Festhalten dieser Informationen macht das Sammeln spannend. Es gibt Länder, die heute anders heißen oder nicht mehr existieren.

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„Exponate“ – was heißt das im philatelistischen Kontext?

Unter Exponaten oder Sammlungen muss man sich eine Geschichte vorstellen, die mit philatelistischem Material erzählt wird. In der regionalen Wettbewerbsausstellung werden Geschichten wie „Desinfizierte Sendungen im Postgebiet von Thurn und Taxis“, die „Biografie des Bieres“ oder „Fußball – Elf Freunde müsst ihr sein“ vorgestellt, mit Material wie Briefmarken, Stempel, Brief und Postkarten. Es gibt fast kein Thema, das man nicht mit Briefmarken zeigen könnte.

Die erste Ausstellung ist eine regionale Wettbewerbs-Ausstellung der Jugendklasse. Was heißt das genau?

Eine regionale Wettbewerbsausstellung ist vergleichbar mit einer Landesmeisterschaft im Sport. Hier werden die Exponate von einer Fachjury beurteilt. Es gibt auch immer eine Jugendbeteiligung. Man muss sich dabei ein solches Exponat wie einen Aufsatz in der Schule vorstellen. Ein Thema wird beschrieben mit philatelistischem Material. Bei diesem Wettbewerb sind die Sammlerfreunde Kurt Steichele, Edgar Walka und Gerhard Schweinle vertreten.

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Die zweite ist ein Team-Wettbewerb des Bundesverbands, auch mit Kornwestheimer Beteiligung. Was stellen die hiesigen Briefmarkenfreunde dabei?

Es ist ein Wettbewerb, an dem sich Sammler mit noch nie gezeigten Exponaten beteiligen können. Die je fünf Teammitglieder sollen sich gegenseitig unterstützen. Es geht über drei Runden. Gestartet wird mit zwei Rahmen, pro weiterer Runde kommt je ein Rahmen dazu. Ziel ist es, als Team den Wanderpokal zu gewinnen. Aus Kornwestheim sind im Team „269 Jahre Südwestler“ Angelika Dunda-Schubert mit „Auf Schritt und Tritt. . . Schuhe“ und Gerhard Schweinle mit „Goethe und seine Zeit in Weimar“ dabei.

Wie wird bewertet? Und wie sind die Kornwestheimer Chancen?

Die Jury kann 100 Punkte vergeben und beurteilt Aufmachung, Bearbeitung, Kenntnisse und Seltenheit. Für einen nationalen Wettbewerb ist man mit 70 Punkten qualifiziert. In der Jury der regionalen Ausstellung ist Angelika Dunda-Schubert dabei, im Team-Wettbewerb ich selbst. Die Kornwestheimer Chancen sind schwer einzuschätzen. Ich gehe davon aus, dass sich alle Teilnehmer für eine nationale Ausstellung qualifizieren.

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