Kornwestheim Wintermarkt: Tom Sanchez würde gerne wiederkommen

Von
Jonglieren mit Plastikrohren und Bällen: Mitglieder des Jongliervereins Ufo aus Asperg zeigen auf dem Holzgrundplatz, wie das funktioniert. Foto: Horst Dömötör

Kornwestheim - Roy ist wirklich ganz tapfer. Mit Schweinsnase, Luftballon-Kringel auf dem Kopf und Bierstängel im Mund lässt der Besucher des Wintermarkts auf dem Holzgrundplatz das Geschehen über sich ergehen. Mit Messern, so haben es die beiden Jongleure vom Verein Ufo aus Asperg angekündigt, wollen sie rund um den armen Roy hantieren. Was das Opfer aus den Zuschauerreihen wegen der verbundenen Augen nicht sehen kann: Die beiden Jongleure werfen gar nicht mit Messern, sondern nur mit Keulen. Aber auch das ist schwierig genug angesichts der eisigen Kälte auf dem Holzgrundplatz. Die Vorführungen der Jongleure und Feuerkünstler aus Asperg bilden am Sonntag den Abschluss des ersten Kornwestheimer Streetfood-Wintermarkts, der nach Ansicht von Veranstalter Tom Sanchez und von Elvira Saverschek vom Stadtmarketingverein ein voller Erfolg war.

„Ich werde empfehlen, den Wintermarkt auch im nächsten Jahr durchzuführen“, sagt Saverschek. Dann allerdings wird die Stadt als alleiniger Ausrichter auftreten müssen. Der Stadtmarketingverein, der in diesem Jahr noch mit im Boot war, hat sich aufgelöst, für die Citymanagerin war’s die letzte Veranstaltung, die sie verantwortet hat.

Tom Sanchez würde gerne wiederkommen, versichert er im Gespräch mit unserer Zeitung. Es sei super gelaufen, sagen er und Saverschek unisono. Manch einem Streetfood-Truck sei vorübergehend sogar das Essen ausgegangen und die Besucher hätten Schlange stehen müssen, berichtet Saverschek. Tom Sanchez hat auch schon einige Ideen, wie man den „heimeligen Holzgrundplatz“, der für eine solche Veranstaltung ideal sei, besser gestalten könne. Aber er will noch nicht verraten, was ihm für einen zweiten Streetfood-Wintermarkt vorschwebt.

Das Wetter sei ideal gewesen, schwärmt Sanchez. Das Jonglierteam um Jörg Kammerer hätte zwar lieber ein paar Grad mehr gehabt, aber sie sind für die Kälte gerüstet. In den Koffer mit den Jonglier-Utensilien haben sie sich eine Wärmflasche gepackt, die nicht nur die Gerätschaften warm hält, sondern an der sie auch immer wieder die Hände reiben. Trotzdem ist es natürlich zu kalt für die Asperger, weil sich in dicker Winterjacke nicht jonglieren lässt.

Zweimal in der Woche trainieren die Ufo-Jongleure in der Asperger Rundsporthalle, ein halbes Jahr intensiven Übens dauere es, so erzählt Jörg Kammerer, bis man sich auf die Bühne trauen könne – mit zunächst einmal drei Bällen. In Kornwestheim flogen sogar bis zu fünf Bälle gleichzeitig durch die eisige Luft.

Artikel bewerten
0
loading
 
 

Sonderthemen