Kornwestheim Wo gilt noch die Maskenpflicht?

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Beim Schlendern in der Marbacher Fußgängerzone kann, muss aber keine Maske getragen werden – sofern genug Platz ist. Peter Böhland entschied sich für die Maske. Foto: Werner Kuhnle

Kornwestheim - Der eine hat ihn, der andere nicht. Gerade in den Innenstädten gibt es in diesem so genannten Sommer ein Durcheinander an Passanten, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen – oder eben nicht. Und immer wieder kommt die Frage auf: Welche Regelung gilt eigentlich? Sowohl was den Besuch auf dem Wochenmarkt angeht als auch das Flanieren in der Fußgängerzone. Wann ist die Maske zu tragen?

Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat es in der zuletzt am 16. August überarbeiteten Corona-Verordnung wie folgt niedergeschrieben: Der medizinische Mund-Nasen-Schutz muss im Freien immer getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht dauerhaft eingehalten werden kann. Sprich: Es gibt von Landesseite aus kein generelles Gebot, etwa in Fußgängerzonen. Es liegt also in der Eigenverantwortung, die Maske in solchen Situationen aufzusetzen, in denen unter freiem Himmel der Mindestabstand unterschritten wird.

„Das ist der Fall zum Beispiel in Warteschlangen, bei größeren Menschenansammlungen, in Wartebereichen oder in dicht gedrängten Fußgängerbereichen“, führt der Pressesprecher Florian Mader vom Sozialministerium hierzu aus. Und auch bei Märkten dürfte ebenso regelmäßig damit zu rechnen sein, dass der Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen nicht zuverlässig eingehalten werden kann – „sodass nach der Corona-Verordnung eine Maskenpflicht besteht“, so erklärt es Sprecher Florian Mader weiter. In Stein gemeißelt ist dies aber dennoch nicht allerorts.

Denn nach Auskunft des Ministeriums sind die örtlichen Behörden befugt, darüber hinaus weitergehende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen zu erlassen. Heißt: beispielsweise eine generelle Maskenpflicht in Fußgängerzonen oder auf Märkten – auch unabhängig vom Mindestabstand.

Teils weitergehende Maßnahmen vor Ort

In Kornwestheim gibt es diesbezüglich aktuell zwei Veranstaltungen, bei denen die Stadt eine Maskenpflicht anberaumt hat. „Auf dem Marktplatz, auf dem dienstags und freitags der Wochenmarkt stattfindet, befinden sich entsprechende Schilder“, erläutert Marion Blum, die Pressesprecherin der Stadt hierzu. „Mit ihnen wird auf die Verpflichtung hingewiesen.“

Weiterhin müssen auch die Besucher und Besucherinnen der Open-Air-Konzertreihe „Kornwestheim rockt“ eine Maske tragen. Und zwar immer dann, wenn sie sich über das Gelände – ebenfalls am Marktplatz – bewegen. Wer am Tisch sitzt oder daneben steht und rockt, darf hingegen auf den Mund-Nasen-Schutz verzichten. Es ist eine Regelung, die sicher nicht jeder Fan nachvollziehen kann, die sich laut dem Veranstalter aber bei den bisherigen Veranstaltungen durchaus gut eingespielt hat.

Im übrigen Landkreis Ludwigsburg schöpfen weiterhin zwei Stadtverwaltungen die Möglichkeit aus, eine Maskenpflicht zu verhängen: Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen. „Beim Wochenmarkt ist eine medizinische Maske zu tragen. Schilder weisen darauf hin“, teilt der Ludwigsburger Pressesprecher Peter Spear mit. Und auch in Bietigheim-Bissingen gilt laut Webseite „unabhängig von der Einhaltung des 1,5-Meter-Abstands das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für sämtliche Personen auf dem gesamten Marktareal“. Auch hier werden zur Marktzeit entsprechende Tafeln aufgestellt.

Maskenpflicht in Ludwigsburg und Bietigheim

In den kleineren Städten und Gemeinden zählt derweil in der Regel die lockerere Handhabung des Landes. So etwa auch in Marbach, wo in der Fußgängerzone dennoch auch nach dem Ende der grundsätzlichen Maskenpflicht weiterhin Schilder auf diese hingewiesen hatten. „Wir wollten einfach signalisieren: Denkt dran, auf die Vorgaben zu achten“, so Ordnungsamtsleiter Andreas Seiberling. Inzwischen sind die Schilder aber weg.

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