Kornwestheim Zunächst öffnen nur die weiterführenden Schulen

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Zeigen, wie Abstand halten im Klassenzimmer geht (von links): Oberbürgermeisterin Ursula Keck, Elternbeiratsvorsitzende Sabine Riegler, PMHS-Schulleiter Gerhard Link und Fachbereichsleiter Florian Zangl. Foto: z

Kornwestheim - Das erste Zeichen für den schulischen Neubeginn in Corona-Zeiten steht gleich hinter den großen Haupttüren des Kornwestheimer Ernst-Sigle-Gymnasiums (ESG). Ein großer Desinfektionsmittelspender an einer Eisenstange wartet dort auf Schüler und Lehrer. Der Bauhof habe geholfen, ihn mit aufzustellen, sagt Florian Zangl, Leiter des städtischen Fachbereichs Recht, Sicherheit und Ordnung. Hygiene und Raum, sprich die Einhaltung von Abstandsregeln – das sind die großen Themen, damit die Schulen wieder öffnen dürfen, wie neben Zangl auch die stellvertretende Schulleiterin des ESG, Antje Barth und Birgit Scheurer, Leiterin des Bereichs Kinder, Jugend, Bildung der Stadt, betonen.

Denn am Montag ist es soweit: In Kornwestheim beginnt wieder die Schule vor Ort – zumindest für ältere Schüler am Ernst-Sigle-Gymnasium, der Theodor-Heuss-Realschule, der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule und dem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ). Im Fokus stehen zunächst jene Schüler, die in diesem oder im kommenden Jahr ihren Abschluss machen werden. „Für sie müssen wir nun wieder Möglichkeiten schaffen“, sagt Barth – bald sind an ihrer Schule Abiturprüfungen, auch an der PMHS und der Realschule stehen Abschlussprüfungen vor der Tür. Die Stadt als Schulträger muss nun jedenfalls die brandneue Fassung der „Verordnung der Kultusministeriums über die Wiederaufnahme des Schulbetriebs“ umsetzen, wie Oberbürgermeisterin Ursula Keck berichtet. Eine Menge habe man in den vergangenen Tagen und Wochen entsprechend organisiert. Es gibt mehr Hygienemöglichkeiten, auch in den Klassenzimmern, es wird mehr gereinigt, der Unterricht wurde so gelegt, dass die Stunden versetzt anfangen, teils sind Bereiche gesperrt. „Bei uns etwa wurden die Klassen geteilt, es gibt doppelt so viele, damit mehr Abstand in den Räumen möglich ist“, erläutert etwa PMHS-Schulleiter Gerhard Link. Auch sind Wege einbahnstraßenartig ausgeschildert, die Mensen sind zu, es gibt Spuckschutze.

Die Klassen werden getrennt

Auch an der Theodor-Heuss-Realschule gilt für die Schüler ein klares Leitsystem. Zum zeitversetzten Schulbeginn treffen die neun Klassen, die ebenfalls hälftig geteilt werden, an verschiedenen Eingangstüren in der Schule ein. Am Montag und Dienstag erhalten die neunten und zehnten Klassen eine Hygieneschulung. Nach der Desinfektion werden die Halbklassen einzeln von ihrem Lehrer in eines von insgesamt 23 Klassenzimmern, die die Lehrkräfte in dieser Woche vorbereitet haben, geführt. Die Abstände zwischen den Tischen stimmen, Desinfektionsmittel stehen bereit. Auch die Pausenzeiten und -bereiche für die Gruppen bis 15 Schüler sind klar definiert. „Wir wollen den Schülern möglichst viel Struktur geben, damit sich jeder hier sicher fühlt“, sagt Schulleiter Boris Rupnow.

Und wann dürfen die jüngeren Schüler der weiterführenden Schulen und die Grundschüler wieder in die Klassenzimmer? Das wird noch ein paar Wochen dauern. „Ab Mitte oder Ende Mai könnte das ein Thema sein“, sagt Birgit Scheurer. Das hänge aber auch davon ab, wie sich die Corona-Situation weiter entwickele und das Kulturministerium entscheide.

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