Kreis Ludwigsburg Kommunen müssen weniger zahlen

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Die Kommunen zahlen weniger Kreisumlage. Foto: dpa-Zentralbild

Kreis Ludwigsburg - Mit großer Mehrheit hat der Kreistag eine deutliche Entlastung für die Städte und Gemeinden beschlossen. Die sogenannte Kreisumlage, die sie an den Landkreis zu zahlen haben, wird von 28 auf 27,5 Prozent gesenkt. Damit müssen die Kommunen 4,2 Millionen Euro weniger von ihren eigenen Steuereinnahmen ans Landratsamt abführen als vom Landrat Rainer Haas vorgesehen. Dies hatte sich im Vorfeld abgezeichnet – CDU, Freie Wähler und SPD hatten sich dafür ausgesprochen. Insgesamt waren die Haushaltsberatungen aber relativ konfliktfrei – was auch an der auf allen Seiten guten Kassenlage liegt.

Die Kreisräte haben zudem einige Änderungen beschlossen, so bekommt der Kinderschutzbund mehr Geld für die Sprachförderung von Flüchtlingen, die Karlshöhe in Ludwigsburg 90 000 Euro mehr für Jugendberatung, der Kreisdiakonieverband Geld für ein Projekt über Pflege und Suchtberatung und die Kindernester höhere Zuschüsse. Für ein Klimaschutzkonzept werden 63 000 Euro zurückgelegt. Doch das sind eher marginale Änderungen. Insgesamt wird eine Million Euro weniger ausgegeben und eingenommen, als von Landrat Rainer Haas vorgeschlagen.

Damit verabschiedet sich die öffentliche Kreispolitik in die Weihnachtspause, sieht man von einer internen Klausur der Kreisräte zur Stadtbahn nächste Woche ab. Im Ludwigsburger Rathaus geht man davon aus, dass der aktuelle Streit darüber frühestens im Januar entschieden wird.

 
 

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