Leseratte Anziehen wie eine Zwiebel

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Im Winter gilt erst recht: Licht an! Foto: dpa

Kornwestheim - die Tage immer kürzer werden, ist die Leseratte tagsüber umso aktiver. Doch auch wenn es dunkel wird, ist die Ratte unterwegs und dabei ihr ist so einiges aufgefallen. Wenn die Sonne untergeht, wird es jetzt schon ganz schön kalt und auf dem nassen Laub und dem gefrorenen Boden ist sie schon das ein oder andere Mal ausgerutscht. Und als sie vor ein paar Tagen über einen Radweg gelaufen ist, wäre dem kleine Nager um ein Haar ein Radfahrer über den Schwanz gefahren. Da der junge Mann kein Licht am Fahrrad hatte und ganz dunkel gekleidet war, konnte ihn die Leseratte gar nicht sehen. „Das war ganz schön gefährlich“, dachte sie sich danach und hat sich dann sofort schlau gemacht, auf was Kinder beim Radfahren im Winter und Herbst achten müssen, welche Kleidung sie brauchen und ob es eine besondere Ausrüstung braucht.

Sollten Kinder im Winter überhaupt Fahrrad fahren?

Richtig viel ist auf den Radwegen in Kornwestheim in den kalten Monaten nicht los. Zum einen ist es sehr kalt und man kann sich schneller erkälten, zum anderen ist bei den durch Laub und Eis rutschigen Böden Vorsicht geboten, sonst liegt man schnell auf der Nase. Deshalb gilt bei Unsicherheit, ob es zu gefährlich ist oder nicht: Einfach das Rad stehen lassen und das dann lieber die Eltern entscheiden lassen! Sicher ist sicher. Und auch wenn im Wetterbericht gesagt wird, dass es tagsüber warm wird, kann die Straße morgens noch gefroren sein.

Worauf muss bei der Kleidung geachtet werden?

Das mit der Kleidung ist gar nicht so einfach im Winter. Denn frieren will ja keiner, wenn es richtig frostig wird. Aber wer zu dick eingepackt ist, kann sich kaum bewegen und erkältet sich schnell, wenn beim Fahren das Schwitzen losgeht. Deshalb sollten Radfahrer darauf achten, dass sie sich im Zwiebelprinzip anziehen. Das bedeutet: mehrere Schichten übereinander. Und wenn es zu warm wird, einfach eine Schicht ausziehen. Da man sich Nässe ruckzuck einen Schnupfen holt, sollte die äußerste Zwiebelschicht wasserabweisend sein und am besten nicht schwarz wie ein Panther sein, sondern lieber in knalligen Farben. Dann wird man von Autofahrern und Fußgängern auch nicht übersehen. Damit die Hände und Füße nicht kalt werden, helfen warme Schuhe und dicke Handschuhe. Und auf dem Kopf gehört unter den Helm ein Stirnband oder eine Mütze, damit die Ohren nicht einfrieren. Aber nicht zu dick - sonst sind die Huppen von Autos nicht mehr zu hören.

Welche Ausrüstung ist wichtig?

Zuerst ist es einmal wichtig, dass am Fahrrad alles gut in Schuss ist. Die Bremsen sollten richtig gut sein, weil durch den glatteren Untergrund es meist länger dauert, bis man zum Stehen kommt. Und wie beim Auto gibt es fürs Fahrrad Winterreifen. Die sind etwas breiter, haben eine andere Oberfläche und geben dadurch einen besseren Halt. Und wie die Kleidung sollte auch das Fahrrad im Dunkeln gut zu erkennen sein. Deshalb sollten das Vorder- wie das Rücklicht einwandfrei funktionieren, dazu Katzenaugen und Reflektoren – dann wird man ganz sicher nicht mehr übersehen.

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